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Gedicht - Heinrich Lautensack


Evoe Monogamus

(von meinen Freunden, so es im Manuskript
längst kennen, schlicht `das Chorgedicht` genannt!)

I.

Ich habe uns`re Nächte nie gezählt
und uns`re Liebe nirgend aufgeschrieben;
und doch - als hätt` mein Blut heut` ausgetrieben
und eine Rinde sich vom Saft geschält -:

ein Etwas, das gleichwie gewachsen ist
und heute sprang und sich spiralig löste,
aufdeckt` mir (der ich über Brüsten döste
wie ein Verkaterter die Zeitung liest):

Also die eintausendundvierte Nacht
in kaum drei Jahren meiner zweiten Ehe,
CHOR: dass ich die geist`ge Marterbank bestehe,
die bloss den Leib so streckend glücklich macht -!

II.

Schallte dies wahrhaft heut` aus meinem Blut
wie unter`m Brückenbogen meiner Sinne
hindurchgerissen grad noch mit dem Kinne
auftauchend einer beim Ertrinken tut?

Und wenn dem ja so war und etwer schrie
aus mir heraus zu mir herauf (im Sinken
und um den Preis selbst, dabei zu ertrinken):
war`s nicht amende rein Hypochondrie

über die nun schon tausendvierte Nacht
in kaum drei Jahren meiner zweiten Ehe,
CHOR: dass ich die geist`ge Marterbank bestehe,
die bloss den Leib so streckend glücklich macht -?

III.

Ich war die drei Jahr` - heilig! - monogam.
Die Energie nur war schon mehr - sultanisch ..
Vielleicht dass ich auf die Art - akut manisch
befallen - auf die Zwangsvorstellung kam

und nun an Zahlenreihen laborier`!
Vielleicht ist`s längst die eintausendundeilfte,
ja - vierzigste mit meiner Ehehälfte ..
doch ich halluzinier` nun `mal die `vier`

und insistier`: Eintausend vierte Nacht
in kaum drei Jahren meiner zweiten Ehe,
CHOR: dass ich die geist`ge Marterbank bestehe,
die bloss den Leib so streckend glücklich macht -!


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