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Gedicht - Otto Weddigen


Friedrich der Große

Das war fürwahr ein Mann, ein Held,
Wie keiner tapfer in dem Feld!
Panduren, Welsche und Kroaten
Noch sprachen spät von seinen Thaten.

Er war ein Ritter ehrenwert,
Und führte selbst das Kriegesschwert,
Die Müh`n, Beschwerden seiner Leute
Zu teil`n, ihn nimmermehr gereute.

Er nahm das schöne Schlesierland,
Hielt einer Welt von Feinden Stand;
Er hub zur Macht das kleine Preußen —
Man thät` ihn drum den `Großen` heißen.

Zudem hielt er die schöne Kunst
In hoher, liebevoller Gunst;
Und folgt` er auch französ`scher Richtung,
Gab er doch Stoff der deutschen Dichtung.

Er sprach das große duldend` Wort,
Das in den Herzen schnell klang fort:
`Mag jeder sich in meinen Staaten
Nach seiner Weis` mit Gott beraten.`

`Doch mach` ich streng zur ersten Pflicht,
Daß keiner den Gehorsam bricht!
Niemand wird ungestraft verletzen
Ein Tüttelchen von den Gesetzen.`

Man nennt ihn kurz den `alten Fritz`,
Er liebte muntern, guten Witz;
Die Laune trübte keine Wolke —
Und gern sprach er mit seinem Volke.

Das war ein Mann, ein ganzer Mann!
Ihn focht nicht Furcht, nicht Kleinmut an;
Noch spät von Alten und von Jungen
Wird`s `Lied vom Fritz` nicht ausgesungen.


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