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Gedicht - Benedikt Waldeck


Festgedicht

zum 25jährigen Amtsjubiläum des Pfarrers Belmann
zu Kamm, 21. September 1853.

Am Weihetage, der so hell
Nach langen Jahren heut erscheint,
Nimm an den laut`ren Weihekelch
Von uns, die Gott mit dir vereint;
Wie du zum ersten Mal für uns
Das heil`ge Opfer brachtest dar,
So heb` auch heute diesen Kelch
Für uns an Gottes Hochaltar.


Des Priesters Opfer am Altar,
Wie leuchtet es im Glaubenslicht!
Nicht minder glänzt der Opferkranz,
Den ihm die sel`ge Liebe flicht,
Die, eine reine Blume, tief
Aus treuem Herzensgründe sprießt,
Und, weit eröffnend ihren Kelch,
Duft, Glanz und Süßigkeit ergießt.

Sie richte dir das ganze Sein
Für der Gemeinde Wohl und Weh`,
Aus deinem Herzen machte sie
Golgatha und Gethsemane.
Wie quoll dem Leidenden so reich
Das Trosteswort aus deinem Mund,
Und mit dem Worte war ja stets
Die off`ne Hand im kräft`gen Bund.

Den Armen, die der Herr geliebt,
Du wärest ihnen Schild und Hort;
Den Siechen öffnet` deine Hand
Der Pflege und Genesung Port.
Da wird der spät`ste Enkel sich
Der frommen Schwestern Sorge freu`n,
Und Dank und Segen wird sich dir
Noch nach Jahrhunderten erneu`n.

Wo deiner Stimme es bedurft`
In Kirche wie in Schul` und Haus,
Da hat sie nimmer uns gefehlt,
Im Frieden nicht und nicht im Strauß.
Dein Wort an heil`ger Stelle riß
Zum Glauben und zur Tugend hin,
Voll Mannesernst und rein und klar
Und feind dem Pharisäersinn.

Wen deine Hülfe je erquickt,
Wem deine Rede Balsam war,
Wen du in`s Leben eingeführt,
Am Taufstein und am Traualtar,
Und wessen Jugend du gelenkt,
Zu Lehr` und Zucht mit fester Hand,
Wem du das Brod des Lebens gabst,
Erneuten Taufgelübdes Pfand;

Die alle singen heut mit uns
Zu ihres Hirten Lob und Preis,
Seit fünfundzwanzig Jahren wohl
Ein großer und ein edler Kreis!
Des Friedhofs müde Pilger auch,
Sie fleh`n zu Gott um deinen Lohn,
Viel zarte Kindlein heben auf
Die Händchen vor des Ew`gen Thron.

O sieh, es tritt die ganze Schaar
Mit dir in Gottes Tempel ein,
Sie will den künft`gen Gliedern auch
Der neuen Aera Anfang weih`n.
Bleib` Vater, Führer uns und Freund
Und weiche von den Deinen nicht,
Bis du in allerfernster Zeit
Sie segnest aus des Himmels Licht!


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