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Gedicht - Otto Weddigen


Deutschland in Afrika

Wohlauf, mein Deutschland, rüste dich,
Laß flattern deine Fahnen!
Viel tausend Blicke richten sich
Seit lang auf ferne Bahnen.
Erfüllet ist der Väter Traum,
Nun für die Söhne schaffe Raum:
Auf! ihnen überm Meere
Dien` du zum Schutz, zur Wehre.

Du schreitest nicht zum Kriegeswerk,
Ringst strebend um die Wette;
Du richtest nicht dein Augenmerk
Auf fremder Völker Stätte.
Du rüstest sorgend nur dein Haus
Und bauest friedlich dich nur aus:
Den Söhnen überm Meere Dienst du
Zum Schutz, zur Wehre.

Viel tausend Deutsche zogen fort —
Wie flossen da die Wunden!
Zerstreuten sich von Ort Zu Ort,
Die innig uns verbunden.
Die deutsche Flagge weht, Hurra!
Schwarz weiß und rot in Afrika:
Den Söhnen überm Meere
Dient sie zum Schutz, zur Wehre.

Der deutsche Geist hat Kraft und Mut,
Man schätzt ihn aller Enden;
Die `Nachtigal`, die flötet gut,
Sie wird`s zum Besten wenden.
Der große Kurfürst schaut vom Thron,
Drückt Fritz die Hand: „Das ist der Lohn!`
Den Söhnen überm Meere
Zum Schutz und auch zur Wehre.

Wie stets, so zog der Geist voran,
Half eb`nen erst die Pfade,
Er nahm vom Vaterland den Bann,
Drang fernhin zum Gestade,
Fort bis zum heißen Afrika,
Der deutsche Geist, Hurra! Hurra!
Den Söhnen überm Meere
Zum Schutz und auch zur Wehre.

Wo deutscher Geist der That sich paart,
Da fallen alle Schranken;
Das bleibe deutsche Sitte, Art,
Fort mit dem Schwanken, Wanken!
Du deutsches Land in Afrika,
Neudeutschland, hoch! Hurra! Hurra!
Den Söhnen überm Meere
Zum Schutz und uns zur Ehre.


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