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Gedicht - Gustav Pfizer


Ludwig XIV

Vor dem stolzen Louis erscheinen
Genua`s flehende Gesandte;
Bittern Frieden sie erkaufen
Mit der Unterwerfung Schande.
    L`etat c`est moi!

Cardinale und Marschälle
Stehen prächtig- um den Könige
Und der Parlamente Glieder
Alle sind ihm unterthänig.
    L`etat c`est moi!

Wollen kecke Tribunale
Lang in alten Schriften kramen?
Mit dem König rechten markten?
Alles geht in seinem Namen!
    L`etat c`est moi!

Sollen schmähliche Edikte
Hemmen reiner Lehre Saaten?
Schickt die Priester, schickt Dragoner
Zu den frechen Apostaten!
    L`etat c`est moi!

Seinem Enkel will er schaffen
Spaniens goldreiche Krone,
Mehrend meines Stamms Gedeihen,
Und eil Hamburgs ew`gem Hohne.
    L`etat c`est moi!

Bang ist um`s andre Leben,
Seit ihn ekelt vor Genüssen,
Frau von Mainteuon mit Seufzen
Redet heiss ihm in`s Gewissen.
    L`etat c`est moi!

Schliesset keiner mehr die Thore —
Sterbend liegt der Fürst im Bette —
Dass man vor des Volkes Fluche
Seine matte Seele rette?
    L`etat c`est moi!


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