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Gedicht - Gustav Pfizer


Feste

Vieles ist`s, um was ich muss beneiden
Der Hellenen glückliches Geschlecht!
Und des Jubels tiefempfundne Freuden,
Um des Festes Wonne gross and ächt!

Ach bei uns! was nutzet das Getümmel,
Was des Goldes und der Blumen Pracht?
Keiner hat in sich der Freude Himmel,
Oel für`s heil`ge Feuer mitgebracht.

Ueber keinen schwingt ein Gott die Fahnen,
Ihn zur ew`gen Freude einzuweih`n;
Ach in keinem Busen quillt ein Ahnen
Von der süsssen Thorheit: froh zu seyn.

Keiner will des Andern Hände fassen,
Wenn der Freude goldner Funken zückt;
Und ein mürrisch - ungeselliges fassen
Alle Herzen auseinander drückt.

Wohl vernimmt man wildes wüstes Lärmen
Und die Wangen glühen roth vom Wein;
Und gegönnt ist ihnen nur zu schwärmen,
Aber nicht vom Gotte trunken seyn.

Ihnen ist des Festes Sinn verschlossert;
Nach der Arbeit mochten sie Genuss,
Doch vergeblich, und was sie genossen
Füllt mit Reue sie und Ueberdruss.

Ach ich will es Euch nicht übel deuten,
Wenn ihr nicht in Festeslust erwärmt —
Nichts zu feyern haben diese Zeiten,
Sind am Höchsten? sind am Ruhm verarmt.

Künstlich sind, sonst brüderliche Herzen
Wohl auf lange Zeiten noch getrennt
Und der ungelöschte Geist mit Schmerzen,
Wie Vulkane, nur nach Innen brennt!

Werd` ich noch, o löset mir die Frage!
Einst den Jubel Eurer Feste schaun ?
Werd` ich noch bekränzt an frohem Tage
Am Theater, in Olympia bau`n?.


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