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Gedicht - Gustav Pfizer


Die Sterne

Oft wenn, von Lieb` und Lust verlassen,
Fern lichtem goldnem Element,
Der Geist, in ungemeinem Hassen,
Nur in der Nacht sein Bild erkennt:

Verwandelt des Erzürnten Stimme
Der Sterne Zauber wunderbar,
Und steht mit ausgelöschtem Grimme
Ein Beter vor der Nacht Altar.

Wer weise, warum solch` süsser Schauer
Aus diesen stillen Körpern weht?
Warum der Seele finstre Trauer
In Frühlingswehmuth untergeht?

Es ist der Ernst der heil`gen Stille,
Den goldnen Welten eingedrückt!
Der ewige und sichre Wille,
Der aus den tausend Augen blickt.

Es steigt der Geist zum Chor der Sterne
Und schaut herunter aus der Höh`,
Und sieht nicht mehr in solcher Ferne
Sich selbst und sein beklagtes Weh.

Denn, sey auch noch so schwer die Plage,
Schein` auch die Erd` ein dunkles Haus:
Des Sternes Lauf hemmt nicht die Klage;
Die Thräne löscht sein Licht nicht aus.


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