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Gedicht - Ida


Frühlingssturm

Nun lasst des Frühlingswindes Schwingen
Kühl über meine Stirne ziehn,
Und in den wonnevollen Ringen,
Die bangen Sorgen scheu entfliehn.

Was mich in dumpfer Kammer Schwüle,
Im Winterschlaf gefangen hielt,
Das weiche dieser frischen Kühle,
Dem Wind, der nun mein Haupt umspielt.

Die Wipfel sich im Walde neigen,
Wenn er so durch die Zweige saust,
Und den urewig wilden Reigen
Hin um die alten Stämme braust.

Ha! Frühlingssturm und Frühlingsahnen,
Wie ziehst du mächtig durch das Herz,
Und weckst auf deinen tausend Bahnen,
Ein neues Leben allerwärts!

Wie scheu die schlanken Rehe lauschen,
Ob nun der Sommer wiederkehrt,
Wenn machtvoll jenes tiefe Rauschen
Hin durch der Bäume Kronen fährt!

Der Vogel schrickt aus tiefem Träume,
Eh an den Frühling er geglaubt,
Und zieht hervor aus weichem Flaume
Das kleine, wintermüde Haupt.

Dort heben kühn des Flusses Wellen
Die Decke fest aus Eis und Schnee,
Und mächtiger sie talwärts schwellen,
Und schäumend von des Berges Höh‘!

So wach auch du! dem Sturm geboten
Die bange, schmerzbeklemmte Brust!
Lass ruhn das Weh, lass ruhn die Toten,
Und kämpfe wie du kämpfen musst!

Befreiung naht in allen Landen,
So wirf denn ab den langen Schmerz,
Der Frühling löst aus Winterbanden
Selbst ein gequältes Menschenherz!


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