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Gedicht - Heinrich Beitzke


Norwegens alter König

In seiner Hofburg Hallen,
An Drontheim`s Felsenstrand,
Im Kreise der Vasallen
Norwegens König stand.

Lang` hab` ich Euch regieret,
Im Frieden und im Krieg,
Stets hab` ich Euch geführet
Zu hohem Ruhm und Sieg.

Doch jetzt wank` ich am Stabe
Von Alter schwer gedrückt.
Nicht fern bin ich dem Grabe.
Mein Haupt ist weiß geschmückt.

Drum nehmt den jungen Helden,
Hier meinen tapfern Sohn,
Den stolz die Barden melden,
Auf Euren Königsthron.

An seiner hehren Seite
Blitzt kühn seilt tapf`res Schwert,
In manchem harten Streite.
Zeigt` er sich Normann`s werth.

Da klingen hell die Schwerter
Und laut ertönt`s umher:
Kein Ritter ist uns werther,
Er sei uns Fürst und Herr! —

Drauf nimmt die gold`ne Krone
Vom Haupte sich der Greis
Und giebt sie seinem Sohne
Nach alter Herrscher weis`.

Und eilet zum Balkone,
Ruft laut: es ist vollbracht.
Ich komm` zu Odin`s Throne,
Bald nach Walhalla`s Pracht.

Nehmt ihr mich auf ihr Wogen,
Ich nütz` der Welt nicht mehr. —
Und rasch, im Schwung entflogen,
Stürtzt er ins wilde Meer.


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