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Gedicht - Heinrich Bone


Vorklänge XI.-XV.

11.

Siehst du dort den schönen Stern,
Wie er leuchtet aus der Höh? —
Ist er dir zu hoch und fern,
Sieh, er schimmert auch im See. —

12.

Der Mensch ist arm in seiner Brust,
Das ist sein Leiden, seine Lust.
Ein Blumenblättchen lacht mir zu;
Doch Ruh —
Ein Blumenmeer gab` keine Ruh.

13.

Wenn ich sinne, rede, handle
Recht, als wär` es meine Lust,
Denkt nicht, daß in Frieden wandle
Dann die heißgefüllte Brust.

Tief im Herzen wohnt ein Leben,
Das ich nie durchschauen mag;
Doch in allem Thun und Streben
Klingt`s mir wie ein Echo nach.

Dieses Leben webt sein Wesen
Wie in einer andern Welt;
Sternenschriften möcht` ich lesen,
Wann sich ihm mein Geist gesellt.

Und es zieht mich, will verschlingen
Jede Lust und Thätigkeit;
Aber nur Sekunden bringen
Kann ich dieser Seelenheil.

Darum ist ein ewig Streiten
Mit mir selbst in allem Thun;
Könnt` ich Herz im Herzen leiten,
Dann nur würd` ich glücklich ruhn.

14.

Wohin geht all dies Sehnen,
Das mich nach oben drängt?
Dies dunkle, tiefe Ahnen,
Das mir die Brust umengt?

Wohin dies starke Glühen,
Das plötzlich in mir schwillt
Und trägt in weite Räume,
Wo sich mein Alles füllt?

Wohin dies ew`ge Kreisen,
Das mich erhebt und senkt,
Dies Engen und dies Weiten,
Das mich von hinnen drängt?

Wann werd` ich`s endlich schauen,
Was mir so nahe ist?
Wird`s dann sich offenbaren,
Nach dieser Lebensfrist? —

15.

Wie sie winken,
Dort die Sterne,
Golden blinken
In der Ferne!
Aber nie, auf Erden nie
Kann ich doch erreichen sie.

Meine Bilder,
Nah` lind ferne,
Sind noch milder,
Als die Sterne;
Aber nie, auf Erden nie,
Kann ich doch umfassen sie.


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