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Gedicht - Gustav Pfizer


1. Die Psyche

Es schläft die Puppe unter`m Boden
Sobald des Herbstes Roth verglüht.
Und näher reicht sie an der Todten
Als an der Lebenden Gebiet.

Hier wo kein` Schaffen und kein Leben
Ein irdisches Auge mehr bemerkt:
Da ist es, wo ein inn`res Weben
Sich zur Geburt der Schönheit stärkt.

Da harret sie in tiefer Stille
Entgegen dem verjüngten Jahr;
Kaum sichtbar unter leichter Hülle
Verkündet sich das Flügelpaar.

Die Hülle springt — die Farben leuchten
In ihrem unberührten Duft,
Die Schwingen trocknet, die noch feuchten,
Die blaue goldne Morgenluft.

Die Blumen duften — Sterne funkeln,
Da wird der Liebe Ahnung wach;
In des Jasminenhaines Dunkeln
Geht sie dem süssen Zuge nach.

Die inn`re Glut, die sie entzündet,
Entzieht der Erde ihren Raub;
In sich verglüht sie und man findet
An keiner Stätte ihren Staub.


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