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Gedicht - Heinrich Bone


Heimweh

1.

Wär` ich in der Heimath wieder,
Hier ist alles mir so neu;
Leg` ich mich am Abend nieder,
Wünsch` ich, daß schon Morgen sei.

Keine Lust am hellen Tage,
Keine Ruh in stiller Nacht;
Was ich höre, was ich frage -
Alles mich so traurig macht.

Fremde Lieder, fremd` Geläute,
Andre Wolken, andres Licht;
Nach der Heimath — welche Weite!
Aber hier ertrag` ich`s nicht.

2.

Schäfchen, die ihr in den Höhen
Frei nach Lust und Sinnen zieht,
Warum wollt ihr langsam gehen,
Da mein Herz so drängt und glüht?

Eilet, eilet! meine Grüße
Haltet fest, ich gab sie euch;
Legt sie freundlich vor die Füße
Meiner Mutter liebereich.

3.

Meine Schmerzen, meine Klagen
Liegen tief in meiner Brust;
Wolken nehmet sie zu tragen,
Alle seien euch bewußt.

Nach der Heimath könnt ihr eilen,
Meine Mutter sieht euch an;
Dort am Himmel wollet weilen,
Weil sie euch verstehen kann.

Saget ihr, daß meine Stunden
Schleichen wie ein schwerer Traum,
Daß ihr weinend mich gefunden
Unter einem Blütenbaum.

4. Auf dem Berge

Wie ist die Welt so groß und schön!
Möcht` schweifen über Thal und Hohn.
Doch schau` ich in die Ferne dort,
Dann zieht es meine Seele fort.

Da liegt ein Dörflein, ist nicht groß,
Da ruht` ich klein im Mutterschoß,
Da war ich kühn im Flügelkleid,
Da lebt` ich still die Blütenzeit.


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