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Gedicht - Ida


Herbstritt

Ein grauer Herbsttag – Nebelschleier
Ziehn düster über Feld und Flur,
Der weiten Haide Totenstille
Stört meines Rosses Hufschlag nur.

Der Wind weht hin mit hohlem Brausen,
Der Tannen Wipfel knickt er fasst,
Und schwere Regenwolken sausen
In Eile vor dem wilden Gast.

Ja, Herbst ist’s, mit den zarten Glocken
So rötlich schon und violett
Neigt sich das Haidekraut im Sterben
Tief auf des Sommers Totenbett.

Dort steht in düstrer Tannen Mitte
Ein Häuslein klein, vorbei, vorbei!
So schrill tönt droben in den Lüften
Des letzten Kranichs heisrer Schrei.

Greif aus, mein Ross, die Haidestrecken
Durcheile du mit flüchtgem Huf –
Aus dichten Haidekrautes Büscheln
Ertönt des Wachtelkönig Ruf.

Mit weißem Schaum netzt sich dein Zügel,
Mit mächt’gem Satz, mein Ross, greif aus!
Bring mich aus sturmdurchtobter Haide,
Zur Heimat hin, zu Haus, zu Haus!


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