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Gedicht - Heinrich Beitzke


An eine im Käfig singende Nachtigall

Du armer Sänger! — welche tiefen Klagen
Entsteigen Dir im Schmerz und innerm Bangen!
Denn ach, Du holder Liebling bist gefangen, —
Und Deine Dränger freu`n sich Deiner Plagen.

Einst konnt`st Du frei in Eichenwipfeln schlagen,
Wo der Geliebten Wohnung aufgehangen,
Dein Herz war froh, getrübt nicht Dein Verlangen;
Doch jetzt, — wie mußt Du nicht in Angst verzagen!

Wir sind Genossen, arme Philomele,
Nach Freiheit sehn` ich mich mit durst`ger Seele,
Denn ich bin leider, auch, wie Du gefangen.

Auch mich umringen Gitter, Fesseln, Spangen.
Was hilft es, daß ich zerre mich und sträube?
Ich singe laut, daß ich den Schmerz betäube.


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