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Gedicht - Gustav Pfizer


Caffeegesellschaft

Dranssen bei des Windes Sausen
Fiel vom Himmel dicht der Schnee;
Innen, mit melodischem Brausen,
Qualmte bräunlicher Caffee.

Von den aromatischen Düften
Ward ich allgemach berauscht;
Hatte mit Arabiens Lüften
Plötzlich das Gemach vertauscht.

Diesen Himmel, nie erschüttert,
Hat kein Winter abgekühlt,
Diese reine Luft erzittert
Nur von Balsamhauch durchwühlt.

Das Kamel hat mit der Nase,
Lang gequält vom Sonnenbrand,
Aufgefunden die Oase,
Grünend in dem Meer von Sand.

Und der Reiter springt vom Pferde,
Das er sorgsam erst beschickt,
Eh` er von des Tags Beschwerde
Seinen müden Leib erquickt.

Bogen schnallt er ab und Köcher
Und das Schwerdt wie Silber hell;
Dankend dann mit goldnem Becher
Schöpft er aus dem kühlen Quell.

Und es packen rasch die Frauen
Pflock und Seil und Teppich aus,
Schnell, wie einen Traum, erbauen.
Sie das luftig baute Haus.

Kinder, Männer, Frau`n am Abend
Sammeln sich in farb`gem Kreis,
Und die Mährchen, Seelen - labend,
Hebet an der ernste Greis.

Knaben, heisse Mädchen, trinken
Ihm vom Munde Wort für Wort;
Allgemach` die Augen sinken —
Träumen selbst die Mährchen fort.

`Träumet wunderbar und heiter
Bei dem gol`dnen Sternenschein`;
Morgen geht die Reise weiter!`
Und so nickt` ich selber ein.

Aber in mein Fantasiren
Rief ein Stimmehen wunderfein:
`Wie kann man sich illudiren
In Arabien zu seyn!`


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