Wie sagt man noch? Synonyme Wörter-Datenbank businessandmore.de

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Gedichte - Maria Janitschek

Vorfrühling

Als deine Mutter dich empfing,
die Welt in lauter Rosen ging:
drum gleichen deine Lippen einem Rosenpaar,
drum sind deine Augen so blütenklar.

Als deine Mutter dich ... weiterlesen


Mädchenfrage

Als Kind hab ich oft geweint,
wußt nicht, warum,
nun muß ich oft heimlich lachen,
weiß nicht warum.

Es greift in meine Saiten
eine rätselhafte Hand,
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Frühlingsnacht

Auf den stillen Feldern träumt das Mondlicht
seinen weißen Traum und küßt die Blumen,
bis sie blaß und blässer werden. Silbern
glänzt der Teich im Tann; wie schneeige ... weiterlesen


Nächtiges Lied

Das sind die singenden Nächte!
Da wandelt durch meine Kammer
Tönender Schmerz,
Ein wildes, zerströmendes Schluchzen,
Das ist mein Herz,
Das kann nicht schlafen
... weiterlesen


Glückseligkeit

Durch mein Fenster kommt der leise Vollmond,
kommt und küßt mich zärtlich auf die Lippen,
»Thörichte, so kalt und lustverschlossen,
willst du nicht von meinem Tranke nippen?
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Die Liebesthat

Dürftig das Dörfchen, dürftig das Feld,
ein einsamer Baum drauf Wache hält.

Nie hielten sich Zwei in seinem Schatten umpreßt,
nie baute ein Vöglein bei ihm sein ... weiterlesen


Bestimmung

Ein Felsen starrt zum Himmel wild und nackt,
zerfurcht, zerrissen, fahl, wie schartig Eisen,
an dem der Sommer sich verbluten muß.

Kaum daß in seinen schmalen Ritzen ... weiterlesen


Ganz

Ein großes Unglück ist geschehn zu Giarre;
das Crucifix beim Pinienwäldchen dort
ist Zeuge dessen.
Nina und Roberta,
zwei Tigerinnen aus Siziliens ... weiterlesen


Ein modernes Weib

Ein Mann beleidigte ein Weib. Es war
Von jenen schnöden Thaten eine, die
Kein Weib vergessen und vergeben kann.

Geraume Zeit verstrich. Da eines Abends
Ward an die ... weiterlesen


In Glorie

Er kleidete in weiche Seide sich
und trank von Weinen, davon jeder Tropfen
so teuer kam wie eine edle Perle.
Sein Haus, mit Werken hoher Kunst geschmückt,
umgab ein Park, in ... weiterlesen


Abend

Es ist so seltsam still,
so schwerstill,
steinern ...
Wenn doch ein einziger Schmetterling
durch die rotbraune Luft flöge!
An den schwarzen Bergen
hängen ... weiterlesen


Trost

Es war ein Mensch voll derber Muskelkraft,
voll steten Hungers, heißer Phantasie,
voll übermütigen Trotzes, wie sie Stärke
erzeugt in dem robust Gesunden.

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Das Weib

Es war eine Geige;
unscheinbar und schlicht,
lehnte sie in einer Ecke
des prunkvollen Zimmers.

Ein großer Künstler
besaß die Geige ....

Es kamen ... weiterlesen


Am Gipfel

Frei ist die Aussicht! Fahle Morgennebel
hat flammend fortgeküßt des Mittags Mund;
vor meinen Blicken glänzen goldne Thale,
und thun mir ihre letzten Rätsel kund.

... weiterlesen


Geburtstagsgruß

Heut war dein Todestag. Ich konnt nicht beten,
ich konnt nicht weinen; müde schwieg mein Herz.
Zur Nachtzeit war ich in den Wald getreten;
starr lag er da, wie eine Welt von ... weiterlesen


Raststätte

Ich weiß eine Kirche;
hochschlanke Säulen
tragen ihr köstliches Dach.
Nach Ewigkeit riechts
in ihrer Halle,
nach feuchtem Moder
und verborgenen Narzissen.
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Entlarvung

Im blauen Odinsmantel trat ein Wandrer
vor eine Frau und warb um ihre Seele.
Er warb, wie Herrscher werben. Nicht mit Worten,
und nicht mit Blicken.
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Der Gast

In meiner Kammer,
wo die Sonne es sieht,
Sitzt im weißen Kleide
mein jüngstes Lied.

Sitzt da und lächelt:
nun diene mir,
bin deshalb kommen
... weiterlesen


Die verstoßene Seele

Lange Zeiten waren hingegangen ..
einförmig in weiten stillen Triften,
wo im Lichte eines bleichen Mondes
keiner Blume Kelch sich öffnen mochte,
keiner Quelle muntrer Sang ... weiterlesen


Du Lose!

Meine buhlende Seele, was hast du gesehn?
rote Scheine über deine Züge gehn,
dein Jauchzen, deine psalmende Lust
wie Pfingstgesang aus junger Brust!

Schlichst du in ... weiterlesen


Die alte Jungfer

Niemand zu Liebe, niemand zu Last,
ist sie erloschen und verblaßt.

In ihrem Stübchen sann sie und sann,
Bis ihr einsames Leben darüber verrann.

Keiner hat ... weiterlesen


Hurrah, heil!

Rote Locken umflattern mein Angesicht,
hüpfende Flammen.
Hurrah, heil!

Meine schlanken Hüften umgürtet ein Schleier;
wer ihn löst, erblindet.
Hurrah heil!
... weiterlesen


Der Ungläubige

Sie hatten ihn in seinem Sessel sacht
ans Fenster hingerollt.

Die Sonne sank;
auf allen Gärten lag ein Purpurschimmer,
ein strahlend Licht, das jede Kreatur
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Woher?

Tiefblau der Himmel,
hell glänzt der Firn,
da fällt ein Tropfen
auf meine Stirn.

Ich wend mich um,
und spähe, spähe...
nicht Wolken, nicht Menschen
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Ein Jahr

Träumende Blumen, nickendes Gras,
von Käfern ein gülden Gewimmel,
ein Rauschen wie rieselnder Blätter Fall,
und drüber der blaue Himmel

*

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Gesicht

Weit, weit ..
weiße Tiefen,
kein Unten, kein Oben,
weit, weit ...

Nicht Töne, kein Pulsen,
nicht Licht, nicht Schatten,
weit, weit ...
weiße ... weiterlesen


Phantasie

Wenns wirklich gäb ein jüngst Gericht!
Wenn auf flammendem Wagen,
mit erzenem Gesicht,
die letzte Schlacht zu schlagen
Christus zur Erde führ.

Wenn die ... weiterlesen


Kinderspiel

»Ich hab eine Zither, du ein blaues Band,
komm laß uns werden ein Paar!« ...
Er faßt nach ihrer braunen Hand
und bietet die Lippen ihr dar.

Sie küssen sich ... weiterlesen


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