Wie sagt man noch? Synonyme Wörter-Datenbank businessandmore.de

Anzeigen


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Ludwig Bechstein

Vom alten Leipziger Studenten

(20. Juli 1838)

„Was wallt im Trauerflore
Dort für ein Leichenzug,
Zum Sankt Johannisthore?
Und auf dem Sarg ein Buch?`

„„Deß sollt Ihr ... weiterlesen


Donisaciusfels und Luthersbuche

(Bei Schloß Altenstein)

1.

Aus Albion der edle Winfried kam,
Voll von dem Geist des Herrn;
Und über ihm erglänzte wundersam
Ein heil`ger ... weiterlesen


Odins Raben

(Nach der Landnama-Saga.)

Was heben dort die Schwane die Schwingen silberweiß?
Es blähen Schiffe die Segel, und fliegen durch schwimmendes
Eis. Aus Norwegs schönen ... weiterlesen


Welke Blätter

1.

Am Baume hängt manch welkes Blatt
Und bebt und rauscht im Wind,
Bis der es abgerissen hat
Und fortgeführt geschwind.

Doch ob der Wind oft ... weiterlesen


Die Schlangen-Amme

1.

Frau Marthe geht mit ihrem Kind,
Als Morgendämm`rung kaum beginnt,
Zur grünen Wiese Frau Marthe geht,
Dort Schwaden auf Schwaden niedermäht.

... weiterlesen


Am Rhein

1.

O Strom, wie ziehst du
Vorüber mir!
So eilend fliehst du,
Und bleibst doch hier.
So still gebettet
So wunderbar,
So sanft geglättet
... weiterlesen


Margaretha - II.

2. Schwere Frage

Margaretha, Margaretha,
Sage, wo ist dein Gemahl?
Einsam weilst du, bleiche Rose!
Freudenlose,
Ist dein Blüthenkranz schon fahl?
... weiterlesen


Margaretha - III.

3. Die Ueberraschung

In düstrer Zelle weinet, im stolzen Bau
Der Wartburg, Margaretha, die bleiche Frau.
Die Kaisertochter weinet in tiefen Schmerzen,
Sie hat den ... weiterlesen


Margaretha - IV.

4. Die Flucht

In die Zelle zu der Bangen
Tritt mit schreckenbleichen Wangen
Albert, Schenk von Vargula.
„Herrin` — spricht er, „euch zu dienen,
Euch ... weiterlesen


Margaretha - V.

5. Margarethas Klage

Lebet wohl, ihr Hallen
Die mich glücklich sahn.
`S soll dir hier gefallen,
Sprach ein holder Wahn.
Und ich war so selig,
War so ... weiterlesen


Vor Danneckers Christus

Abbild du des Ewigreinen,
Sieh uns ernst vor dir erscheinen,
Leben ruft aus todten Steinen:
Durch mich zum Vater.

Gottverkläret, gottverbündet
Steht er, ... weiterlesen


Elegie am Monumente Poniatowskys

Abendsonne, deine bleichen Strahlen
Schimmern durch der Trauerweiden Grün;
Sinkend willst du noch die Fluren malen, -
Flammend noch im dunkeln Gold erglüh`n?
Und es ... weiterlesen


Die Glücksblume

Auf dem Berg, auf der sonnigen Halde
Wandelt einsam ein trauriger Hirt,
Und er hat sich im schattigen Walde
Zu Kyffhausens Ruinen verirrt.

Eine Blume, duftend und ... weiterlesen


Kaiser Barbarossa

Auf dem Berge steht der Hirte,
Seine Heerde pflegt der Ruh;
Und des Sturmes Flügel sausen
Um die Warte von Kyffhausen,
Und der Hirte hört ihm zu.

Und er ... weiterlesen


Der heilige Ludwig und der Raubritter

Auf der Straße, die von Franken
Zum Thüringerlande leitet,
Fuhr ein schwerbeladner Nagen,
Nur von Wenigen begleitet.

Auf den Wagen war geladen
Edlen ... weiterlesen


Der Erdspiegel.

Auf einem Kreuzweg stehen zwei Männer in der Nacht;
Wird einer finstern Gottheit ein Opfer dargebracht?
Rund um ein Feuer legen sie Schädel und Gebein,
Und streuen ... weiterlesen


Skirnirs Fahrt

Auf Odins hohem Throne
Saß Freyr gedankenvoll
Und blickte durch das Glanzmeer,
Das Hlidskjalf rings umschwoll,
Hin, wo des Weltmeers Woge
An Jotunheim sich ... weiterlesen


Dichter und Richter

Aus dem Liederschacht im Busen
Gab ich der Gefühle Gold,
Ringend nach der Gunst der Musen,
Nicht nach eitlen Ruhmes Sold.
Und ich fühle freudig heute,
Daß ... weiterlesen


Ritter Waltmann von Sättelstädt

Aus der Wartburg hohen Hallen
Ziehen Ritter und Vasallen
Zieht der fromme Ludwig aus.
Und es folgt die Schaar der Knappen,
Fahnen mit dem Löwenwappen
Wallen ... weiterlesen


Die Busfahrt

Aus des Berges Schoos, aus der Wunderpracht,
Ist der edle Tanhäuser getreten,
Und dünkt sich aus seltsamem Traum erwacht,
Und sinkt auf die Knie, zu beten.

Die ... weiterlesen


Bergfreude

Berge seh` ich wieder!
Berge Riesig ragen in die Luft,
Und des Flachlands Hügelzwerge
Schwinden mehr und mehr in Duft.

O wie freudig würd` ich wohnen,
... weiterlesen


Tonkünstler-Lied

Brüder, singt mit frohen Tönen
Unsrer Heilgen Kunst ein Lied,
Der das Leben zu verschönen,
Gott das heitre Loos beschied.
In des Künstlers Busen glühet
... weiterlesen


Erstlinge

Das erste Veilchen sah ich blüh`n,
Als ich im Thalgrund ging,
Und gaukelnd flog darüber hin
Der erste Schmetterling.

Und als ich beide kaum geseh`n
Und ... weiterlesen


Michaelis

Dein will ich stets gedenken,
Erzengel Michael,
Daß ich nicht sehr dich liebe,
Deß` hab` ich gar kein Hehl.

An deinem Namenstage
Ward namenloser ... weiterlesen


Trost

Dein Wohl, mein Liebchen,
Trink` ich im gold`nen Wein!
Könnt` ich, o könnt` ich
Bei meiner Holden sein!
Lebe hoch! Lebe hoch!
Gedenke mein!

Dein ... weiterlesen


An Atra

Deiner dunkeln Augen helle Glut,
Des Flammenblickes lichter Brand
Hat heißentzündet mir das Blut,
Und mir im Nu das Herz entwandt.

So über Purpurwolken klar ... weiterlesen


Weggruß

Den Wand`rer hieß ein heißer Trieb
Durch manche Länder gehn,
Und oft vor heil`gen Bildern blieb
Er ernst betrachtend stehn.
Und heit`re Kinder sieht er ziehn,
... weiterlesen


Landgraf Ludwig und der Löwe

Der heil`ge Ludwig tritt hervor
Aus Wartburgs hochgewölbtem Thor,
Er grüßet fromm den Morgenstrahl
Und schaut herab auf Stadt und Thal.

Und als er so ... weiterlesen


Ostern

Der Herr ist auferstanden!
Jubelt`s durch alle Land`.
Dem Grabe meiner Schwermuth
Ich mich noch nicht entwand.

Der Lenz ist auferstanden!
Jauchzt es in ... weiterlesen


Die Zigeuner

Der Landknecht reitet zum Walde
Mit Ober- und Untergewehr.
Er späht nach Vagabunden,
Noch hat er keine gefunden,
Der Landknecht sucht sie sehr.

Dort unter ... weiterlesen


Sylvester

Der letzte Tag des Jahres,
Der Kette letztes Glied,
Des Armen letzter Seufzer,
Vielleicht sein letztes Lied.

Vielleicht nur? Ach, wie Hoffnung
Ins Herz sich ... weiterlesen


Erde und Meer.

Des Frühlings warmer Odem weht übers weisse Land,
Da lös`t sich von den Strömen des starren Eises Band.
Da grünen neu die Matten, da knospet Baum und Strauch,
Erwachen ... weiterlesen


Der Schiffer

Die Abendwölkchen prangen,
Laß Liebchen dir nicht bangen!
Komm zu mir in den Kahn!
Ueber hellen
Silberwellen
Schweben wir auf feuchter Bahn!

Wie ... weiterlesen


Vom Jungfernsprung bei Arnstadt

Die Felsenwand im Jonasthal
Umspinnt der Mond mit bleichem Strahl.

Rings ist es still in Feld und Flur,
Die alten Weiden rauschen nur.

`Horch! Schallt ... weiterlesen


Weihnachten

Die Leute putzen sich festlich,
Die Glocken tönen fern,
Die Kindlein umtanzen den Christbaum,
Ich tanzte selber gern.

Sie sagen: es ist Weihnachten;
Das ... weiterlesen


Allen Trauernden

Die Menschheit zagt, die Zeit ist schwer und trübe,
    Das Leben muß zum Todeskampf sich rüsten,
    Und über Gräbern weint verlaßne Liebe.

... weiterlesen


Wie Hirtenknaben

Die Sonne grüßt im Scheiden die Natur,
Den Westen überpurpurt sanft ihr Strahl,
Und Knaben spielen harmlos auf der Flur,
Der Rosse Hüter in dem Hörselthal.

... weiterlesen


Johanni

Die Sonne steht am höchsten,
Am längsten währt ihr Schein;
Am schönsten blühn die Rosen,
Voll Blumen prangt der Hain.

Die Erd` ist Braut geworden,
Wie ... weiterlesen


Wolken

Die Wolken ziehen
Am Himmelssaal;
Vorüber fliehen
Sie allzumal.

Die Wolken schweben
Oft erdenwärts;
So will ich heben
Empor mein Herz.
... weiterlesen


Chor

Dir tönt mein Lob im frohen Sänge,
Du hochgewalt`ger Feuergeist!
Du goldne Paradieses - Schlange,
Die Leben gibt und Lust verheißt!
Du Wort, das in verwandtem ... weiterlesen


An die Natur

Dir, heilige Natur, dir soll mein Loblied schallen,
Das ich dem Sängerchor des Haines abgelauscht.
Anbetend tret` ich ein in deine Tempelhallen,
Vom Blüthenduft umweht, von ... weiterlesen


Der Wanderer und die Gleichen

Drei Burgen grüßen herüber,
Drei Schlösser von stolzen Höh`n.
Mein Herz sehnt sich hinüber,
Auf jenen Bergen zu stehn.

In Tagen, längst entschwunden,
... weiterlesen


Pfingsten

Du Maienfest voll Blüthen
Voll Liedessang und Klang,
In Wald und Wipfeln regt sich
Ein festlich froher Drang!

Die Kinder, die sich freuen,
Die jauchzen ... weiterlesen


An die Ilm

Du stiller Fluß, der von der Höhe
Des Schneekopfs niederfällt ins Thal,
Dein denk` ich oft und süßes Wehe
Erfaßt mein Herz dann jedesmal.
Du Bergestochter, ... weiterlesen


Charfreitag

Du stiller Tag der Trauer,
Du hast ein trübes Gesicht,
Das bittern Schmerz verkündet,
Von Tod und Sterben spricht.

Wollt` auch zur Schau ich tragen
Meiner ... weiterlesen


Forschung.

Ein Astrolog erscheinet im wallenden Talar;
Rund um ihn stehn vereinet Gestalten, wunderbar.
Sie stehn in Götterhoheit, ein schöner Bilderkranz,
Und Kronen auf den Häuptern, ... weiterlesen


Naturgeist.

Ein ernster Wandrer schreitet durch Wiesenflur und Hain;
Die Gräserhalme flüstern, die Wipfel rauschen drein.
Im Blumenbette rollet der schnelle Waldesbach,
Es eilt mit leisem ... weiterlesen


Der Kinder-Kreuzzug

Ein fremder Knabe wandelt singend
      Von Land zu Land.
Um alle Kinderherzen schlingend
      Ein Zauberband.

Nach Thüringens so ... weiterlesen


Waldorakel

Ein Knabe mit seiner Lieben
Ging in den Eichenhain.
Sie hatten Kummer im Herzen,
Voll Liebe, keusch und rein.

Sie hatten Thränen im Auge,
Das lächelte ... weiterlesen


In das Album einer Dichterin

Ein Lebewohl noch, und dann Trennung,
So rauscht der Zeiten Flügelschlag;
Wie freundlich lieb war die Erkennung,
Wie schmerzlich ist der Scheidetag!

O Freundin, ... weiterlesen


Des Städtchens Name

Ein neues Städtchen ward erbaut;
Der Sachsenkönig steht und schaut
Vom nahen Berge froh hinein,
Auf all` die Häuser groß und klein.

Schaut auf das rege Leben ... weiterlesen


Nachtbilder im Reisewagen

Eine dunk`le Wolke schwebt
Ueber goldnen Sternen,
Und mein Herz erseufzt und bebt,
Muß von der, in der es lebt,
Weit, weit sich entfernen.

Auge, was zum ... weiterlesen


Ruine

Eine graue Burgruine
Steht im Abendsonnenglanz,
Epheu webt, der immergrüne,
Um die Trümmer seinen Kranz.

Und ein Sänger mit der Zitter
Wandelt singend ... weiterlesen


Edelstein und Perle

Eine Perle ruht im Meere,
Ein Edelstein im Schacht;
Um beide todte Leere,
Um beide öde Nacht.

Sie träumen von Tageshellen,
Vom Licht und ... weiterlesen


Königin Reinschweig

Eine wunderbare Kunde
Geht von Jahr zu Jahr
Zu der Enkel Schaar
Ueber aus der Väter Munde.

Fern in Englands Inselreiche
Schallte Grabgesang,
Unter ... weiterlesen


Der Todesengel

Einsam über stillen Hügeln
Stand ein Cherub, sturmumbrüllt,
Hatte mit den Riesenflügeln
Bebend, schauernd sich verhüllt;
Blickte nach den sel`gen Brüdern,
Die ... weiterlesen


Der Schäfer

Einst stand auf dem Kyffhäuser
Ein junger Schäfer treu,
Der hütete seine Heerde
Und blies auf seiner Schallmei.

Er dacht` an sein feins Liebchen
Bei ... weiterlesen


Gründonnerstag

Es knospet aller Arten
Der Hoffnung junges Grün,
Es will nach langem Schlummer
Die Erde wieder blühn.

Die Mutter hat getragen
Im Winter schweren Harm;
... weiterlesen


Der fromme Ritter

Es reitet ein Ritter durch Nacht und Graus
Nach seinem sichern Felsenhaus.

Des Weges ist er kundig gut,
Gar manchen Tag er ihn reiten thut.

Ueber`n ... weiterlesen


Innerer Drang

Es sass ein schöner Jüngling in stiller Einsamkeit,
Sein volles Herz den Tiefen der Wissenschaft geweiht;
Sein heller Geist erhoben, nicht sonder Zuversicht,
Sein Flammenblick ... weiterlesen


Attila vor Augsburg

Es zieht eine schwarze Wolke
Gen Augsburg gewitterschwer;
Es zieht mit seinem Volke
Der Hunnenkönig her.

Die Länder weinen und bluten
Und sind von Angst ... weiterlesen


Fahrende Sänger

Es zogen drei Studenten
Wohl über Berg und Thal,
Sie sangen von ihren Schönen,
Es klangen in hellen Tönen
Die Lieder überall.

Die Mägdlein und die ... weiterlesen


Born der Lieder

Fragt ihr, woher so frohen Dranges
Die Quelle meiner Lieder rinnt,
Daß nach dem Klang verrauschten Sanges
Alsbald ein neuer Sang beginnt?

Darauf will ich euch ... weiterlesen


Prolog

Freudig — zagend — bang — vertrauend nah ich euch mit dieser Gabe,
Stelle so vor euch, ihr Günstigen, meines Lebens beste Habe,
Wie die Magier vom Osten traten vor den Herrn der ... weiterlesen


Von Friedrich, dem Gebissenen

Gefangen auf der Wartburg lag
Der edle Friederich.
In seinen Kerker schien kein Tag,
Und alle Hoffnung wich.
Der harte Vater zürnte sehr,
Sein böses Kebsweib noch ... weiterlesen


Lied der Schildbürger

Gemüthlich zu singen nach der Melodie:
Es kann ja nicht immer so bleiben
oder: Willkommen, o seliger Abend.


Wir haben den Himmel auf Erden,
Einen andern ... weiterlesen


Grablied

Glücklich, wer — entschlafen —
In den Friedenshafen
Still sein Schifflein barg;
Keine Schmerzen plagen,
Keine Sorgen nagen
Ihn im engen Sarg.
Wie ein ... weiterlesen


Morgengebet auf dem Inselberg

Gott, der mit dem Aug` des Lichtes alle Länder überblickt,
Gott, der mit der Liebe Herzen alle Völker drin beglückt,
Der die Fülle hoher Gaben ausströmt mit des Segens Hand,
... weiterlesen


Wanderers Morgengruss

Guten Morgen, guten Morgen, ihr Fluren voll Segen!
Wie fühl` ich im Busen ein fröhliches Regen!
Ich breite die Arme zum Aetherzelt:
Guten Morgen!
Du herrliche ... weiterlesen


Das wilde Heer

Habt ihr die Wundersagen
Vom Hörselberg gehört,
Aus dem das tolle Jagen
Des wilden Heeres fährt?

Wenn Schnee den Wald umschleiert,
Wenn in der ... weiterlesen


Meine Kirche

Hinaus, hinaus zu beten,
In den Wald, hinaus, hinaus!
Ein Seliger dort zu treten
In das ewige Gotteshaus.

Es läuten die Blumenglocken,
Sie rufen so ... weiterlesen


Margaretha - I.

I. Der Einzug

Hört ihr die Drommeten schmettern,
Und den Jubelruf der Menge?
Mit der Gattin zieht der Landgraf
Durch die Stadt im Festgepränge.

... weiterlesen


Tagwächterlied

Ich bin der Wächter wenn alles wacht,
Wohlauf!
Ich wache bei Tag, und schlafe bei Nacht,
Wohlauf!
Der Nachtwächter macht ein gar finst`res Gesicht,
Ich blinzle ... weiterlesen


Der Verdrießliche

Ich bin verdrießlich!
Weil ich verdrießlich bin,
Bin ich verdrießlich.

Sonne scheint gar zu hell,
Vogel schreit gar zu grell,
Wein ist zu sauer mir,
... weiterlesen


Auf dem Rhein

Ich grüße dich, o Vater Rhein
Im hellen goldnen Sonnenschein!
Im leichten Kahn, von Lust gewiegt,
Trägt deine Welle mich vergnügt.
Ein Wunder scheint mir`s fast zu ... weiterlesen


Sonnenmorgen

Ich grüße Sonnenmorgen dich
Mit deinen hellen Strahlen!
Willst du des Aethers Blau für mich
Mit lichtem Golde malen?

Nach trüben Tagen lächelt hold
Ein ... weiterlesen


Begegnung

Ich sahe dich, und stand befangen
Von deinem holden Blick berührt;
In Jugendtagen, längst vergangen,
Hat dich mir das Geschick entführt;
Und ob ich immer dein ... weiterlesen


Mondgang

Ich sehe deinen lichten Strahl,
O Mond, so sanft und rein,
Und du blickst in mein Herz voll Qual,
Wir Beide sind allein.

Du hast kein Liebchen, armer Mann,
... weiterlesen


Vom Kyffhäuser

Ich steh` auf dem Kyffhäuser
Und schaue den alten Bau,
Darunter wohnt der Kaiser,
Der Barbarossa grau.

Kommt, wie zu jenem Knaben
Nicht ein verschrumpfter ... weiterlesen


Frage und Antwort.

Im grünen Walde wandeln zwei Männer, kühl umrauscht,
Da wird von hohen Dingen manch ernstes Wort getauscht.
Der Eine für sein Wissen sucht reichlichen Gewinn,
Dem reicht des ... weiterlesen


Die Hünengräber

Im moosigen Kleide der einsamen Haide
Erhebt sich die Hügelreih,
Von Menschen gemieden, dort schlafen im Frieden
Gewaltiger Hünen drei.

Verhallt ihre Namen, ... weiterlesen


Der Garten

In einem Garten weil` ich gerne
Im Dämmerschein,
Und blicke sehnend in die Ferne
So ganz allein.
Die Sterne droben wandeln still
Und ich kann träumen, wie ich ... weiterlesen


Der Pakt.

In stiller Zelle weilet Faustus mit düsterm Blick;
Wird nun erfüllt sein Hoffen? Erfasst er nun sein Glück?
Trügt ihn auch nicht der Dämon, den er aus Nacht beschwor?
Weh, ... weiterlesen


Mein Geburtstag

Ja, heut`` ist mein Geburtstag,
Heut` zähl` ich dreissig Jahr.
Schon dreissig, und ein Mann schon!
Es dünkt mir wunderbar.

Meine Träume waren kindisch,
... weiterlesen


Schöne Aussicht

Kann der Mund Gefühle tönen,
Wenn das Auge trunken schaut
In die reiche Welt des Schönen,
Bis es Freudenzähren thaut?

Kann das Menschenherz verkünden,
... weiterlesen


Himmelfahrt

Kein schön`res Fest auf Erden,
Kein schön`res im Himmel ist,
Als da zum Gott geworden
Der Heiland Jesus Christ.

Jede Klage soll verstummen,
Soll schweigen ... weiterlesen


Schlafendes Kind in der Wirthsstube

Kindlein schläft, die Bursche schwärmen
Und Gelächter gellt und schwirrt.
Kindlein schlaft, die Männer lärmen
Zechend, und die Kanne klirrt.

Kindlein, wacht ... weiterlesen


Abschied

Leb` wohl, leb` wohl mein Lieb!
Ich seh dich nun nicht mehr,
Doch träum` ich süß von dir,
Daß ich noch bei dir war`. —

Jene Tage, die so blühend,
... weiterlesen


Kunst am Wege

Lieber Junge, guter Junge,
Der so schöne runde Räder
Neben meinem Wagen herschlägt,
Lobenswerth ist deine Kunst.

Nicht gleich andern schnöden Künsten
... weiterlesen


Lätitia

Lätitia Bonaparte
Saß einsam trauernd zu Rom,
Der Blick der Greisin starrte
Hinab zum Tiberstrom.

Ihr Blick ward immer trüber
Wie sie hinuntersah.
... weiterlesen


Der Noah Indiens

Manus, Wiwaswa`s Königssohn,
Saß, ein Weiser, auf goldnem Thron;
Ein Fürst der Männer im Ehrenkranz,
Aehnlich der Paraschakti an Glanz.
Durch Kraft, durch Gewalt und ... weiterlesen


Letztes Beisammensein

Mein liebes liebliches Liebchen,
Ich bin dir gar zu gut!
Dich denken all` meine Gedanken,
Möcht` von dir nicht weichen und wanken;
Was doch die Liebe thut!

... weiterlesen


Tauschhandel

Mägdlein hinter`m Rebenlaube,
Mägdlein, brich mir eine Traube!

Aber mit den weißen Händen
Mußt du mir die Traube spenden.

Aber mit den rothen ... weiterlesen


Bilder der Sehnsucht

Nach der Ferne, nach der Ferne
Blickt mein Auge Nacht und Tag,
Und mein Herz, es flöge gerne
Meinen Sehnsuchtsblicken nach.
Sonne, deine Strahlen fliehen,
Und die ... weiterlesen


Bergweib

Nachtwind braust im Föhrenwalde
Zu der Eulen Melodei`n;
Einsam auf der Bergeshalde
Saß ein Weib auf einem Stein,
Eingehüllt in weiße Lacken;
Starre Blicke fort ... weiterlesen


Paulinszelle

Paulinzelle, Paulinzelle!
Ich auch will ein Lied dir weihn,
Auf versunkner Tempelschwelle
Stand ich schweigend und allein.

Paulinzelle, Paulinzelle!
Einsam ... weiterlesen


Fürbitter

Rinnet süße Freudenzähren,
Lang entbehrte, rinnt nur hin!
Meinen Wunsch will Gott gewähren,
Sagt ihm, daß ich glücklich bin.
Unverdient ist meine Wonne,
Und ... weiterlesen


Ermuthigung

Rufen wieder Maienglocken,
Rieselt wieder, Hain, dein Born?
Schüttelt Lenz die Blüthenflocken
Aus gefülltem Segenshorn?
Blühen auch die Veilchen wieder?
... weiterlesen


Beruhigung

Ruhig steht
Unser Schicksal,
Und es hält
Eine eh`rne
Wage mit der starren Hand.
Eine Schale
Birgt die Freuden,
In der Zweiten
Ruh`n die ... weiterlesen


Ruhe

Ruhig, Herz, was soll dies Streben,
Warum zagst und fürchtest du?
Einen Blick wirf auf das Leben,
Einen wirf dem Grabe zu.
Bunt und wirr und mannichfaltig
Ringen ... weiterlesen


Des Frühlings Heimath

Sagt, sagt mir wo der Frühling wohnt?
Wo ist des Lenzes Haus?
Alljährlich zieht im Wonnemond
Der Wandervogel aus,
Und keiner weiß, woher er flog,
Und keiner ... weiterlesen


Scherz und Wehmuth

Scherz und Wehmuth sind Geschwister,
Die mit uns durch`s Leben gehn,
Die mit leisem Kußgeflüster
Unsichtbar uns oft umwehn.
Heilge Gottesboten, bringen
Sie den ... weiterlesen


Serenade

Schlummerst du schon? —
So mögen meines Liedes Küsse
Umwehen dich wie Engelgrüße,
Mit leisem Ton.
Sie tragen sanft mein Bild dir zu;
Schlaf wohl, mein ... weiterlesen


Elisabeths Rosen

Sie stieg herab, wie ein Engelbild,
Die heil`ge Elisabeth, fromm und mild,
Die Gaben spendende, hohe Frau
Vom Wartburg-Schloß auf die grüne Au.

Sie trägt ein ... weiterlesen


Ankunft

So sind die Fernen überschritten,
Die langen Meilen hinter mir;
Das bittre Leid, es ist erlitten,
Und wieder nahe bin ich dir.
Mich trug der Sehnsucht Adlerflügel
... weiterlesen


Gruss an die deutschen Dichter

Thema:
Nicht an wenig stolze Namen
Ist die Liederkunst gebannt;
Ausgestreuet ist der Samen
Ueber alles deutsche Land.
Uhland.


... weiterlesen


An die mythische Dichtkunst des Nordens

Tritt aus dem Nebelschleier, der düster dich umwallt,
Tritt aus der Vorzeit Dunkel, du göttliche Gestalt!
Schweb` über fernen Bergen, bedeckt mit Nacht und Grau`n,
Und laß ... weiterlesen


Sonnenblicke

Trüber Himmel, trüber Himmel,
Nirgendwo ein Sonnenblick,
Und so trüb ist meine Stimmung,
Und so trüb ist mein Geschick.

Doch nicht zagen, doch nicht klagen,
... weiterlesen


Das geraubte Sakrament

Ueber Sankt Martinus Altare
Flammt die ewige Lampe hell,
Zwei schurkische Diebe steigen
Zur Nacht in die Kapell`.

Beim Schein der ewigen Lampe
Das ... weiterlesen


Beschwörung.

Umrauscht von schwarzen Föhren steht Faust gedankenvoll;
Es tobt in seiner Seele ein unnennbarer Groll.
Die Augen flammen blitzend, wie sie noch nie geflammt,
Aus jedem scheint ... weiterlesen


Der grünende Stab

Und drei Tage schwanden,
Und im Vatikan,
In des Schlummers Banden
Träumend lag Urban.

Sah voll Angst von fern
Das Gericht des Herrn,
Von Entsetzen ... weiterlesen


Auf der Wartburg

Vom Abendpurpurglanz umflammt
Sah ich die hehre Wartburg ragen,
Als sei das Licht von ihr entflammt,
Und über alle Welt getragen.

Das Land, so lange nicht ... weiterlesen


Das Brautpaar

Vom Kyffhäuser, vom Kyffhäuser
Klingt ein wunderliches Mährchen.
Wie des Barbarossa Tochter
Einst beglückt ein Liebespärchen.

In Tilleda, in Tilleda
... weiterlesen


Güldne Aue

Von der Höhe blick` ich nieder
Auf das weite reiche Thal,
Und mir ist, als wollten Lieder
Mir entquellen ohne Zahl.

Recht melodisch möcht` ich grüßen
... weiterlesen


Glück der Jugend

Von Engeln will ich singen,
Die mir ein Maienreis
Aus Jugendfluren bringen,
Wie grüßt sie froh der Greis!
Die lieblichen Gestalten,
Sie ziehen selbst die Alten
... weiterlesen


Der treue Eckart

Vor des Hörselberges Höhle
Sitzt mit weißem Stab ein Greis,
Seiner Augen Strahl ist trübe,
Seine Locken glänzen weiß;
Sinnend sitzt er, wenn der Sommer
... weiterlesen


Wandrers Heimkehr

Wach` auf mein Herz in Freude
Wie Blumen im Sonnenschein!
Du wirst mit mir noch heute
Im Paradiese sein.

Wirst von Entzücken schwellen
Wie Knospen ... weiterlesen


Lied von dem, der wollte, und nicht konnte

War einst ein Mann, im Wollen,
Voll starker Zuversicht.
Dem nichts hat glücken sollen;
Er wollt`, und konnte nicht.

So wollt` er Bücher schreiben,
Auf ... weiterlesen


Der Mauerritt

Was treibet der Landgraf auf schwindelndem Steg
Sein Roß herüber, hinüber?
Was macht er die Mauer der Wartburg zum Weg,
Am gähnenden Abgrund vorüber?
Wohl zittert das ... weiterlesen


Wanderers Königthum

Wenn ich so auf Reisen bin
Brüst` ich mich nicht wenig,
Denn in meinem Dichtersinn
Dünk` ich mich ein König.
Sind mir doch an jedem Ort
Menschen unterthänig,
... weiterlesen


Halleluja

Wer ahnet den Schöpfer und rühmet ihn nicht?!
Die Blicke, die Herzen zum Vater im Licht
In frommen Gebeten erhoben!
O laßt uns ihm danken mit Worten und That;
Ihn ... weiterlesen


Wünsche

Wer ein Flügelroß doch hätte,
Sich zu schwingen himmelan
Ueber Wälder, Berge, Städte!
Oder einen Wolkenkahn,
Mit dem Adler in die Wette,
Luft, in deinem ... weiterlesen


Fastnacht

Wer geht mit zur Maskerade?
Es soll recht schön dort sein!
Schöne Zimmer, prächtige Säle,
Und die prächtigsten Narren drein!

Ich will zu Hause bleiben
... weiterlesen


Der Sänger

Wer ist der Jüngling, hell gekleidet?
Und wißt ihr seiner Wandrung Ziel?
Die Lust erblüht, wohin er schreitet
Mit seinem süßen Saitenspiel.
Ihm öffnen gastlich sich ... weiterlesen


Johannes Hilten

Wer ist der Mönch, der Kühne,
Der — Eisenach`s Prophet,
Auf hoher Rednerbühne
Und unerschrocken steht?
Johannes Hilten predigt
Die Christuslehre rein.
... weiterlesen


Matronenbild

Wie blickst du nieder, ernst und mild,
So still von deiner Wand,
Du freundliches Matronenbild,
Auf uns so unverwandt?

Du mahnst an die vergangne Zeit,
... weiterlesen


Erinnerung

Wie durch die grünen Fluren
Der junge Frühling zieht,
Und allen seinen Spuren
Nur Scherz und Lust erblüht;
Wie aus der dunklen Hülle,
Vom Lenzhauch ... weiterlesen


Neujahr

Wir schreiben im Kalender
Den ersten Januar,
Und alle Leute rufen:
Prosit das neue Jahr!

Sie springen, tanzen, jubeln,
Sie trinken Wein und Punsch,
... weiterlesen


Der Venusberg

Wundersame Weisen wallen
Wonnelieblich, feierlich,
Durch der Höhle hohe Hallen,
Denen nichts auf Erden glich.
Zauberischer Schimmer schmückte
Mit Olympos Glanz ... weiterlesen


Lied

Zu ihm, den Engel preisen
Im Hallelujachor,
Schwebt aus des Staubes Kreisen
Mein brünstig Herz empor;
Voll Sehnsucht und Vertrauen
Will es den Glanz des Herrn,
... weiterlesen


Erhebung

Zu ihm, zu ihm, der alle Himmel mißt,
Der ewig sein wird, ewig war, und ist,
Dem freudig singt der Sphären Jubelchor,
Steigt der Gesang des Sterblichen empor.
Wenn ... weiterlesen


Der Goldschacht zu Reichmannsdorf

Zu Reichmannsdorf im Schachte
Wuchs güldig Erz zu Häuf,
Aus hundert Gruben brachte
Die Knappschaft ihr Glückauf!
Das war ein fröhlich`s Bauen,
Nie war der Eimer ... weiterlesen


Palmsonntag

Zu Sonnentag der Palmen,
Du bist so hehr und schön,
Dich grüßen die jungen Halmen,
Die grünend auferstehn.

Am Sonnentag der Palmen
Naht mir der ... weiterlesen


Die Nachtigallen

Zwei Nachtigallen sangen
In einem Gartenraum.
Auf hoher Tanne die eine,
Die Zweite auf blühendem Baum.

Das Lied der Einen war feurig,
War glühender ... weiterlesen


Abendstrahl aus Bergen

`Du Strahl, der auf den Bergen ruht,
Du, Sonnenabglanz, Abendgluth,
Zieh von den Bergen niederwärts.
Mir in das kummerdüstre Herz.`

`Zieh nieder, reiner ... weiterlesen


Spaziergang in ...

`Komm, laß uns, Freund, spazieren gehn,
Vertraulich, Hand in Hand,
Und alle Herrlichkeit besehn
In dem Gefild voll Sand.

`Gar schöne Gärten zeig` ich dir
... weiterlesen


Die Liebesprobe

`Leb wohl, leb wohl, und ewig wohl,
Muß scheiden heut von dir!
Ich muß, ich muß, den letzten Kuß,
Mein Liebchen, gib ihn mir.`

``Du mußt von hier? Nicht geb` ... weiterlesen


Alter Mann

`Mein Frühling ist verblüht,
Mein Sommer ist verglüht,
Mein Herbst ging schon zur Ruh,
Mein Winter ruft mir zu:
Nun schlafe!`

`Mein zitternd Haupt ist ... weiterlesen


Die junge Amme

`Mein Kind, mein Kind! Leb` wohl, ich scheide!
Mein Herz zerreißt endlose Pein!
Ich wandle fort im tiefsten Leide,
Du darfst hinfort nicht bei mir sein.
Weinst du? Weinst ... weiterlesen


Klage eines alten Portugiesen

`Sebastian, schläfst du noch immer,
Weckt der Verzweiflung Ruf dich nicht?
Denkst du des Heimathlandes nimmer?
O König, komme zum Gericht!
Wo weilest du, den wir ... weiterlesen


Die Witwe

„Ich war ein Mädchen, schön und blühend,
Geschmückt mit jeder Frauenzier,
Und mancher Jüngling nahte, glühend
Um meine Liebe werbend, mir.
Sie schmeichelten, sie ... weiterlesen


Das Leprosenhaus

„Nun wohl, nun wohl, mein Lieb, nun bist du mein!
Und rasch aufs Roß, und husch in meinen Arm,
Mein Reitermantel, Zarte, hüllt dich ein!

„Und meine Liebe, Traute, ... weiterlesen


Das arme Kind

„Warum ich traurig bin?
Fragt ihr danach?
Hab` es schon oft gesagt.
Hab` es schon oft geklagt;
Klopft` an gar manche Thür,
Niemand ach, öffnet mir;
... weiterlesen


Der Lustgarten.

»Lasst Schellen hell erklingen bei buntem Mummenschanz!
Lasst muntre Gäste singen und springen froh im Tanz!«
So Faustus ruft, der Festlust als Lebenslust erkürt,
Und, jeden ... weiterlesen


Mephistopheles.

»O Wissensdrang, nun wird dir gewiss Befriedigung!
Ich kann zu Sternen schweben mit Adlerflügelschwung!
Ich kann durch Felsenmauern mit Geisterhülfe gehn,
Kann grüssen den ... weiterlesen


Anzeigen


Suche in 361091 Wörtern und 109475 Wortgruppen - Impressum