Wie sagt man noch? Synonyme Wörter-Datenbank businessandmore.de

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Gedichte - Kurt Tucholsky

Danach

  Es wird nach einem happy end
  im Film jewöhnlich abjeblendt.
  Man sieht bloß noch in ihre Lippen
  den Helden seinen Schnurrbart stippen-
... weiterlesen


Zwei Erschlagene

(Liebknecht und Rosa Luxemburg)

Der Garde-Kavallerie-Schützen-Division zu Berlin
in Liebe und Verehrung

Märtyrer...? Nein.
        ... weiterlesen


Abschied von der Junggesellenzeit

Agathe, wackel nicht mehr mit dem Busen!
Die letzten roten Astern trag herbei!
Laß die Verführungskünste bunter Blusen,
Das Zwinkern laß, den kleinen Wohllustschrei...
... weiterlesen


Abschied von der Junggesellenzeit

Agathe, wackel nicht mehr mit dem Busen!
Die letzten roten Astern trag herbei!
Laß die Verführungskünste bunter Blusen,
Das Zwinkern laß, den kleinen Wohllustschrei...
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Der Priem

Alle Rechte vorbehalten
Unter vielem Spucken zu singen

Es haben die Matrosen
wohl auf dem blauen Meer
nicht nur die weiten Hosen –
sie haben noch viel ... weiterlesen


An das Baby

Alle stehn um dich herum:
Fotograf und Mutti
und ein Kasten, schwarz und stumm,
Felix, Tante Putti...
Sie wackeln mit dem Schlüsselbund,
fröhlich quietscht ... weiterlesen


An das Baby

Alle stehn um dich herum:
Fotograf und Mutti
und ein Kasten, schwarz und stumm,
Felix, Tante Putti...

Sie wackeln mit dem Schlüsselbund,
fröhlich quietscht ... weiterlesen


Ersterbendes Gemurmel

Allherbstlich, wenn die braunen Blätter fallen,
fällt auch dem Dichter dies und jenes ein.
Er sieht, wie Wolken sich zusammenballen,
er hört der Völker wilde Streiterein ... weiterlesen


An ihren Papa

Amici! Plaudite! - Die bunten Bänder
und Wimpel flattern froh im Wind!
Wie danke ich dir gütigem Spender
für dieses Kind! -

Du würdiger Greis - vor so und so ... weiterlesen


An ihren Papa

Amici! Plaudite! - Die bunten Bänder
und Wimpel flattern froh im Wind!
Wie danke ich dir gütigem Spender
für dieses Kind! -

Du würdiger Greis - vor so und so viel ... weiterlesen


Letzte Fahrt

An meinem Todestag – ich werd ihn nicht erleben –
da soll es mittags Rote Grütze geben,
mit einer fetten, weißen Sahneschicht ...
Von wegen: Leibgericht.

Mein ... weiterlesen


An Ihr

Auf deinen großen Füßen, Ernestine,
Führ ich dich auf den neuen Presseball.
Du trägst Chiffon. Und deine Fragemiene
Ist überall.

`Der Legationsrat?` - Ja, ... weiterlesen


An Ihr

Auf deinen großen Füßen, Ernestine,
Führ ich dich auf den neuen Presseball.
Du trägst Chiffon. Und deine Fragemiene
Ist überall.

`Der Legationsrat?` - Ja, mein ... weiterlesen


Berolina... Claire Waldoff

Bei mir - bei mir -
Da sind sie durchgezogen:
Die lektrischen, der Omnibus, der Willy mits Paket.
Und eh - se hier
Schnell um die Ecke bogen,
da ham se`n kleenen ... weiterlesen


Canzonetta

Bellevue. Fahrt Ihr einmal auf euern Wegen
durch das Gewirr der Häuser in Berlin -
es dampft der Zug durch grauen Großstadtregen,
Ihr seht den Droschkentrott, die Bahnen ziehn ... weiterlesen


Home, sweet home

Berliner Muse mit den runden Hüften,
den Tuchgamaschen und dem Samtbarett,
umgaukle du mich in den staubigen Lüften:
Komm, Göttin, sei mal nett!

Hier auf dem ... weiterlesen


Chanson

Da ist ein Land - ein ganz kleines Land -
Japan heißt es mit Namen.
Zierlich die Häuser und zierlich der Strand,
zierlich die Liliputdamen.
Bäume so groß wie ... weiterlesen


Kritik

Da oben spielen sie ein schweres Drama
mit Weltanschauung, Kampf von Herz und Pflicht:
Susannen attackiert ein ganz infama
Patron und läßt sie nicht.

Ich sitze im ... weiterlesen


Fröhliche Ostern

Da seht aufs neue dieses alte Wunder:
Der Osterhase kakelt wie ein Huhn
und fabriziert dort unter dem Holunder
ein Ei und noch ein Ei und hat zu tun.

Und auch der ... weiterlesen


Ballade

Da sprach der Landrat unter Stöhnen:
`Könnten Sie sich an meinen Körper gewöhnen?`
Und es sagte ihm Frau Kaludrigkeit:
`Vielleicht. Vielleicht.
Mit der Zeit...mit der ... weiterlesen


Eine Frage

Da stehn die Werkmeister - Mann für Mann.
Der Direktor spricht und sieht sie an:
` Was heißt hier Gewerkschaft!
Was heißt hier Beschwerden!
Es muß viel mehr ... weiterlesen


Eine Frage

Da stehn die Werkmeister - Mann für Mann.
Der Direktor spricht und sieht sie an:
`Was heißt hier Gewerkschaft! Was heißt hier Beschwerden!
Es muss viel mehr gearbeitet werden!
... weiterlesen


Denkmalsschmelze

Da steht nun Gustav der Verstopfte,
aus Eisenguß, die Hand am Knauf.
Jedwedes brave Herze klopfte
und schlug zu jenem Standbild auf.

Und da -? Er wackelt auf dem ... weiterlesen


Eisner

Da war ein Mann, der noch an Ideale glaubte
und tatenkräftig war.
In Deutschland ist das tödlich. Denn wir haben
entweder rohe Kraft, die wir mißbrauchen,
die Gattung ... weiterlesen


Der alte Fontane

Damals, so in den achtziger Jahren,
ist man noch nicht mit dem Auto gefahren;
alles ging seinen ruhigen Schritt,
und der alte Fontane ging ihn mit.
Ein stilles Antlitz ... weiterlesen


Schöner Herbst

Das ist ein sündhaft blauer Tag!
Die Luft ist klar und kalt und windig,
weiß Gott: ein Vormittag, so find ich,
wie man ihn oft erleben mag.

Das ist ein sündhaft ... weiterlesen


Schöner Herbst

Das ist ein sündhaft blauer Tag!
Die Luft ist klar und kalt und windig,
weiß Gott: ein Vormittag, so find ich,
wie man ihn oft erleben mag.

Das ist ein sündhaft ... weiterlesen


Der Lenz ist da

Das Lenzsymptom zeigt sich zuerst beim Hunde,
dann im Ratender und dann in der Luft,
und endlich hüllt auch Fräulein Adelgunde
sich in die frischgewaschene Frühlingskluft.
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Parkett

Das Stück hat Weltanschauung. Neben mir Ottilchen
hat weit die grauen Augen aufgemacht:
Der, nach dem Spiel, erhofft ein Kartenspielchen,
der eine Nacht ...

Der Diener ... weiterlesen


Der Mitesser

Denen, die sich nicht getroffen fühlen 


Er wohnt am Rand der reichen Leute,
verkehrt mit Adel und heißt Schmidt.
Den Schlips von morgen trägt er heute
... weiterlesen


Blumentag

Der dicke Bürger greift in seine Weste:
»Da nimm! mein Kind!« –
Er gibt den Sechser mit gerührter Geste –
die Träne rinnt! –

Das Auge tropft. Der dicke Bauch ... weiterlesen


Die Trommel

Der einst dem Feind die Hosen klopfte
Der hieß wohl Gustav der Verstopfte.
Die Soldaten,
Ja, die taten
für den Fürsten alles ganz umsonst.
Und sie trugen bunte ... weiterlesen


Die Trommel

Der einst dem Feind die Hosen klopfte
Der hieß wohl Gustav der Verstopfte.
Die Soldaten,
Ja, die taten
für den Fürsten alles ganz umsonst.
Und sie trugen bunte Fahnen ... weiterlesen


Schäferliedchen

Der Kaiser ist ein braver Mann,
doch leider nicht zu Haus,
und mancher gute Bürgersmann
zieht still sein Schnupftuch raus.
Und er beweint so tränennaß
den ... weiterlesen


Bund der Landwirte

Des Morgens speit er auf die Berolina,
des Abends macht er sichs bei ihr bequem;
auf seiner Klitsche geht er mit die Hihna
zu Bett - und hier mit anderswem.

Und in ... weiterlesen


Bananen

Deutsche!
Kauft DEUTSCHE Bananen!


Die Dänen sind geiziger als die Italiener

Die Dänen sind geiziger als die Italiener.
Alle Letten stehlen.
Alle Bulgaren riechen schlecht.
Rumänen sind tapferer als Franzosen.
Russen unterschlagen Geld. -
... weiterlesen


‘s ist Krieg!

Die fetten Hände behaglich verschränkt
vorn über der bauchigen Weste,
steht Einer am Lager und lächelt und denkt:
``s ist Krieg! Das ist doch das Beste!
Das Leder ... weiterlesen


Wünsche

Die gnädige Frau ist hell und blond,
von sommerlichem Licht durchsonnt -
        sie scheint sich schlechtgeraten.
Braun will sie sein, das dumme Kind,
... weiterlesen


Rotundenzensur in Königsberg

Die hiesige Garnisonverwaltung –
(wir sind schon weit in der Kultur)
die brauchte zwecks Toilettegestaltung
Papier – und zwar Makulatur.

Doch darf kein Blatt von ... weiterlesen


Dummheit

Die menschliche Dummheit
ist international.


Auf Urlaub

Die Residenz!
            Gu`n Tag, du Metropole!
Da ist auch schon der Alexanderplatz...
Verstatte, daß ich mich das Schneuztuch hole,
das ... weiterlesen


Das Königswort

Dies ergötzte hoch und niedrig:
Als der edle König Friedrich,
August Weiland von ganz Sachsen,
tat zum Hals heraußer wachsen
seinem Volk, das ihn geliebt,
so es ... weiterlesen


Abschiedsgesang

Dies siehst du häufig auf den Straßen:
Im Auto vor den Sektterrassen
schwimmt mild ein Fettkloß in dem Wagen -
Beruf: Nie sollst du mich befragen.
Der Motor surrt. Das ... weiterlesen


Aufgewachsen bei

Dir gefallen die Beine nicht,
dir gefällt die Kleine nicht,
dir gefällt die Große nicht,
und du magst die Sauce nicht.
Dir gefällt der Opel nicht,
und du wärst ... weiterlesen


Drei Minuten Gehör!

Drei Minuten Gehör will ich von euch, die ihr arbeitet-!
Von euch, die ihr den Hammer schwingt,
von euch, die ihr auf Krücken hinkt,
von euch, die ihr die Feder führt,
... weiterlesen


Drei Minuten Gehör!

Drei Minuten Gehör will ich von euch, die ihr arbeitet-!
Von euch, die ihr den Hammer schwingt,
von euch, die ihr auf Krücken hinkt,
von euch, die ihr die Feder führt,
... weiterlesen


Auf ein Kind

Du lebst noch nicht.
Ich seh dich so lebendig:
ein kleiner gelber Schopf, die Augen blau;
ich seh dich an und such beständig
die Züge einer lieben Frau.

... weiterlesen


Der andere Mann

Du lernst ihn in einer Gesellschaft kennen.
Er plaudert. Er ist zu dir nett.
Er kann dir alle Tenniscracks nennen.
Er sieht gut aus. Ohne Fett.
Er tanzt ausgezeichnet. Du ... weiterlesen


Der andere Mann

Du lernst ihn in einer Gesellschaft kennen.
Er plaudert. Er ist zu dir nett.
Er kann dir alle Tenniscracks nennen.
Er sieht gut aus. Ohne Fett.
Er tanzt ausgezeichnet. Du ... weiterlesen


Blick in die Zukunft

Du schläfst bei mir. Da plötzlich, in der
Nacht, du liebe Dame,
Bist du mit einem Laut mir jäh erwacht -
War das ein Name?

Ich horche. Und du sagst es noch ... weiterlesen


An einen garnisondienstfähigen Dichter

Du schlägst die kriegerisch-verstimmte Leier,
du singst von Haß und Blut und Pulverrauch -
und heißt vielleicht nur Gottlob Emil Meier,
sanft wölbt sich dir der ... weiterlesen


An einen garnisondienstfähigen Dichter

Du schlägst die kriegerisch-verstimmte Leier,
du singst von Haß und Blut und Pulverrauch -
und heißt vielleicht nur Gottlob Emil Meier,
sanft wölbt sich dir der ... weiterlesen


Streikjustiz

Du siehst sie durchs Gefilde hupfen:
die Wangen angenehm verpudert,
frech, nicht mehr jung, und auch verludert,
verschminkt... zwei rosarote Tupfen...

Die Wage ... weiterlesen


Streikjustiz

Du siehst sie durchs Gefilde hupfen:
die Wangen angenehm verpudert,
frech, nicht mehr jung, und auch verludert,
verschminkt ... zwei rosarote Tupfen ...

Die Waage ... weiterlesen


Der Kriegslieferant

Du wohnest irgendwo am Friedrichshaine.
Auf deiner Ehe ruhte Gottes Segen
(sechs Kinder). Deine säuerlichen Weine
ernährten nebst Versicherungsverträgen,
den Rennrips, ... weiterlesen


Das Lied von der Gleichgültigkeit

Eine Hur steht unter der Laterne
des abends um halb neun.
Und sie sieht am Himmel Mond und Sterne -
was kann denn da schon sein ?
Sie wartet auf die Kunden,
sie ... weiterlesen


AUS!

Einmal müssen zwei auseinandergehn;
einmal will einer den andern nicht mehr verstehn—
einmal gabelt sich jeder Weg – und jeder geht allein –
wer ist daran schuld?
... weiterlesen


Aus!

Einmal müssen zwei auseinandergehn;
einmal will einer den andern nicht mehr verstehn - -
einmal gabelt sich jeder Weg - und jeder geht allein -
wer ist daran schuld?

... weiterlesen


Unser Militär!

Einstmals, als ich ein kleiner Junge
und mit dem Ranzen zur Schule ging,
schrie ich mächtig, aus voller Lunge,
hört ich von fern das Tschingderingdsching.
Lief wohl ... weiterlesen


Die Schweigende

Erst haben wir davon gesprochen
- du hörtest freundlich zu -,
ob unsre alten Männerknochen
sich jemals in den Hörselberg verkrochen...
Und du?

Er sagte: ... weiterlesen


Sehnsucht nach der Sehnsucht

Erst wollte ich mich dir in Keuschheit nahn.
Die Kette schmolz.
Ich bin doch schließlich, schließlich auch ein Mann,
Und nicht von Holz.

Der Mai ist da. Der ... weiterlesen


Das Weltwort

Es gibt in allen Sprachen ein Wort,
Das geht von Mund zu Munde;
Es pflanzt sich durch die Lande fort,
Und überall machts die Runde.
Es war einmal gewiß kein Feingut,
... weiterlesen


Danach

Es wird nach einem happy end
im Film jewöhnlich abjeblendt.
Man sieht bloß noch in ihre Lippen
den Helden seinen Schnurrbart stippen-
da hat sie nun den Schentelmen.
... weiterlesen


Luftveränderung

Fahre mit der Eisenbahn,
fahre, Junge, fahre,
Auf dem Deck vom Wasserkahn
wehen deine Haare.

Tauch in fremde Städte ein,
lauf in fremden Gassen;
höre ... weiterlesen


Selbstbesinnung

Fort mit der sonst so aktuellen Harfe!
Heut pfeif ich mir nach eigenem Bedarfe
        auf meiner Flöte einen in Cis-Moll
        von ... weiterlesen


An Lukianos

Freund! Vetter! Bruder! Kampfgenosse!
Zweitausend Jahre - welche Zeit!
Du wandeltest im Fürstentrosse,
du kanntest die Athenergosse
und pfiffst auf alle Ehrbarkeit.
... weiterlesen


An Lukianos

Freund! Vetter! Bruder! Kampfgenosse!
Zweitausend Jahre - welche Zeit!
Du wandeltest im Fürstentrosse,
du kanntest die Athenergosse
und pfiffst auf alle Ehrbarkeit.
... weiterlesen


Die blonde Dame singt

Für Gussy Holl

Ich habe mir mein Deutschland angesehen
in seiner großen, in der kleinen Zeit.
Ich sah den Kaiser in die Oper gehen;
der Hermelin war diesem Mann ... weiterlesen


Briefmarken

Germania, die was auf den bunten Marken
der Reichspost prangt, hat längst die Nase voll.
Sie ist ein Weib. Wir brauchen einen starken
und kräftigen Mann, der künftig prangen ... weiterlesen


Für Mary

Gibst du dich keinem -? Bist du nur blond und kühl?
Demütigt dich ein starkes, heißes Gefühl?
Wir sind allein.-

Jeder ist so vom andern durch Weiten getrennt,
... weiterlesen


Auf ein Frollein

Gott Amor zieht die Pfeile aus dem Köcher,
er schießt. Ich bleib betroffen stehn.
Und du machst so verliebte Nasenlöcher...
Da muß ich wohl zum Angriff übergehn.

... weiterlesen


Berliner Gerüchte

Herr Meyer, Herr Meyer - und hörst du es nicht,
Das wilde, das grause, des dumpfe Gerücht:
Ein Licht!
    Ein Licht in der russischen Botschaft!

Und ... weiterlesen


Verfehlte Nacht

Heute wollte die Gnädige bei mir schlafen -
und ich freute mich auf unsres Glückes Hafen.

Aber die, die längstens in den Gräbern ruhen,
weiß betogat und mit weißen ... weiterlesen


Park Monceau

Hier ist es hübsch. Hier kann ich ruhig träumen.
Hier bin ich Mensch - und nicht nur Zivilist.
Hier darf ich links gehn. Unter grünen Bäumen
sagt keine Tafel, was verboten ... weiterlesen


Freundliche Aufforderung

Ich bin ein dicker, aber reiner Knabe,
von treuer, braver, biederer Ehrlichkeit;
ich freu mich an dem bißchen, das ich habe,
und geh in schmucklos grauem Bürgerkleid.
... weiterlesen


Der Pfau

Ich bin ein Pfau.
                          In meinen weißen Schwingen
fängt sich das Schleierlicht der Sonne ein.
... weiterlesen


Gute Nacht

Ich geh mit meinen Wanzen schlafen,
rotbraun und platt.
Quartiert bin ich bei einem Grafen,
der viele hat.

Des Nachts, wenn alle Sterne funkeln,
dann ziehen ... weiterlesen


Sie zu ihm

Ich hab dir alles hingegeben:
mich, meine Seele, Zeit und Geld.
Du bist ein Mann - du bist mein Leben,
du meine kleine Unterwelt.
Doch habe ich mein Glück gefunden,
... weiterlesen


Sie, zu ihm

Ich hab dir alles hingegeben:
mich, meine Seele, Zeit und Geld.
Du bist ein Mann - du bist mein Leben,
du meine kleine Unterwelt.
Doch habe ich mein Glück ... weiterlesen


Malwine

Ich habe mich deinetwegen
gewaschen und rasiert.
Ich wollte mich zu dir legen
mit einem Viertelchen,
mit einem Achtelchen -
Malwine!

Doch du hast dich ... weiterlesen


Zweifel

Ich sitz auf einem falschen Schiff.
Von allem, was wir tun und treiben,
und was wir in den Blättern schreiben,
stimmt etwas nicht. Wort und Begriff.

Der Boden ... weiterlesen


Rosen auf den Weg gestreut

Ihr müsst sie lieb und nett behandeln,
erschreckt sie nicht - sie sind so zart!
Ihr müsst sie Palmen sie umwandeln,
getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift eierm Hunde, wenn er ... weiterlesen


Die freie Wirtschaft

Ihr sollt die verfluchten Tarife abbauen.
Ihr sollt auf euern Direktor vertrauen.
Ihr sollt die Schlichtungsausschüsse verlassen.
Ihr sollt alles Weitere dem Chef ... weiterlesen


Die freie Wirtschaft

Ihr sollt die verfluchten Tarife abbauen.
Ihr sollt auf euern Direktor vertrauen.
Ihr sollt die Schlichtungsausschüsse verlassen.
Ihr sollt alles Weitere dem Chef überlassen.
... weiterlesen


Silvester

Im niedern Zimmer
zieht sich der Pfeifenrauch in dicken, blauen Schwaden.
Der Nachtsturm rüttelt an den Fensterladen;
die brave Lampe leuchtet mir wie immer.

Wie ... weiterlesen


Zensurdebatte

Im Reichstag haben sie über Zensur gesprochen
und alle Mißgriffe derselben fürchterlich gerochen.

Herr Gothein hat es ausführlich in den Saal hineingeredet,
groß sei das ... weiterlesen


Säcksche Festspiele

In jeder Stadt streicht ein Nabolium sich die schwarze Locke
aus seiner Stirn -
jedweder Bürger prangt in prallem Waffenrocke
und einem blanken Pappmache-Theaterhirn.

... weiterlesen


Säcksche Festspiele

In jeder Stadt streicht ein Nabolium sich die schwarze Locke
aus seiner Stirn –
jedweder Bürger prangt in prallem Waffenrocke
und einem blanken Pappmaché-Theaterhirn.

... weiterlesen


Ideal und Wirklichkeit

In stiller Nacht und monogamen Betten
denkst du dir aus, was dir am Leben fehlt.
Die Nerven knistern. Wenn wir das doch hätten,
was uns, weil es nicht da ist, leise quält.
... weiterlesen


Das Ideal

Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ... weiterlesen


Das Ideal

Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die ... weiterlesen


Ehekrach

Ja-!`
`Nein - !`
`Wer ist schuld?
Du!`
`Himmeldonnerwetter, laß mich in Ruh!`
-`Du hast Tante Klara vorgeschlagen!
Du läßt dir von keinem Menschen was ... weiterlesen


An die meinige

Legt man die Hand jetzt auf die Gummiwaren?
Erinnre, Claire, dich an deine Pflicht!
Das geht nicht so wie in den letzten Jahren:
Du bist steril, und du vermehrst dich nicht!
... weiterlesen


An die meinige

Legt man die Hand jetzt auf die Gummiwaren?
Erinnre, Claire, dich an deine Pflicht!
Das geht nicht so wie in den letzten Jahren:
Du bist steril, und du vermehrst dich nicht!
... weiterlesen


Zwischen den Schlachten

Leidige Politika!
Clementine, süßer Fetzen!
Laß mich mich an dir ergetzen -
Bin so wild, seit ich dich sah,
Venus Amathusia!

Mädchen mit dem kleinen ... weiterlesen


Frühling

Lenz! Dich hätten wir beinah vergessen!
Frisch und kühn
sprießt inmitten dem Randal indessen
junges Grün.

Blätter stecken ihre zarten Spitzen
hastend ... weiterlesen


Versunkenes Träumen

Lieblich ruht der Busen, auf dem Tisch,
jener Jungfrau, welche rosig ist und frisch.

Ach, er ist so kugelig und gerundet,
daß er mir schon in Gedanken mundet.

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Wetterhäuschen

Mal gehts uns gut. Dann brüllt der Chor der Rache.
Die Weltenunterjocher werden wild.
Der Bizeps steigt. Der Kluge ist der Schwache.
Nur Macht ist Recht, die Mannessehne ... weiterlesen


An die Marie vom Lande

Marie - Du ringst die derben Hände:
`Du Sündenbabul! Pfui Berlin!`
So streust Du über das Gelände
Den Dung und die Entrüstung hin.
So geußest Du ob dem gewellten
... weiterlesen


Der alte Pojaz spricht

Mein Kind, ich bin schon lange fern der Schminke,
gern denk ich dran, das war die bunte Zeit!
Ich gab dem Personal die letzten Winke,
dann trat ich auf: zwei Meter zwanzig ... weiterlesen


Die arme Frau

Mein Mann? mein dicker Mann, der Dichter?
Du lieber Gott, da seid mir still!
Ein Don Juan? Ein braver, schlichter
Bourgeois - wie Gott ihn haben will.

Da steht in ... weiterlesen


Die arme Frau

Mein Mann? mein dicker Mann, der Dichter?
Du lieber Gott, da seid mir still!
Ein Don Juan? Ein braver, schlichter
Bourgeois - wie Gott ihn haben will.

Da steht in ... weiterlesen


Wenn erst...

Mein Sohn, was hör ich nur für Sachen?
Was schreibt mir Mutter da ins Feld?
Du willst die Schularbeit nicht machen,
du brauchst jetzt so viel Taschengeld?
Du sitzt jetzt ... weiterlesen


Sie schläft

Morgens, vom letzten Schlaf ein Stück,
nimm mich ein bißchen mit -
auf deinem Traumboot zu gleiten ist Glück -
Die Zeituhr geht ihren harten Schritt ...
pick-pack ... weiterlesen


Sie schläft

Morgens, vom letzten Schlaf ein Stück,
nimm mich ein bißchen mit -
auf deinem Traumboot zu gleiten ist Glück -
Die Zeituhr geht ihren harten Schritt ...
pick-pack ...
... weiterlesen


Der Graben

Mutter, wozu hast Du Deinen aufgezogen,
Hast Dich zwanzig Jahr` um ihn gequält?
Wozu ist er Dir in Deinen Arm geflogen,
Und Du hast ihm leise was erzählt?
Bis sie ihn ... weiterlesen


Der Graben

Mutter, wozu hast Du Deinen aufgezogen,
Hast Dich zwanzig Jahr` um ihn gequält?
Wozu ist er Dir in Deinen Arm geflogen,
Und Du hast ihm leise was erzählt?
Bis sie ihn Dir ... weiterlesen


An die Berlinerin

Mädchen, kein Casanova
hätte dir je imponiert.
Glaubst du vielleicht, was ein doofer
Schwärmer von dir phantasiert?
Sänge mit wogenden Nüstern
Romeo, ... weiterlesen


An die Berlinerin

Mädchen, kein Casanova
hätte dir je imponiert.
Glaubst du vielleicht, was ein doofer
Schwärmer von dir phantasiert?
Sänge mit wogenden Nüstern
Romeo, ... weiterlesen


Nein!

Nichts ist schwerer
und nichts erfordert mehr Charakter,
als sich in offenem Gegensatz
zu seiner Zeit zu befinden
und laut zu sagen: Nein.


Deutscher Abend

Nun gönnt die Firma stillen Abendfrieden
dem Arbeitsmann, den Mädels, dem Kommis -
nun sitzt ganz Deutschland um den runden, lieben
gedeckten Tisch und sieht aufs Visavis.
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Saisonbeschluß

Nun reibt der Heldenvater sich mit Margarine
die Schminke aus dem fetten Doppelkinn,
und auch im Silberhaar die Heroine
legt alles ab und hin.

Verstaubt und leer steht ... weiterlesen


Groß-Stadt-Weihnachten

Nun senkt sich wieder auf die heim`schen Fluren
die Weihenacht! die Weihenacht!
Was die Mamas bepackt nach Hause fuhren,
wir kriegens jetzo freundlich dargebracht.

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Berliner Fasching

Nun spuckt sich der Berliner in die Hände
und macht sich an das Werk der Fröhlichkeit.
Er schuftet sich von Anfang bis zu Ende
durch diese Faschingszeit.

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Die Musik kommt

Nun zwängt, die sonst Musik die Töchter lehrte,
sich ins Schwarzseidene mit dem Krachkorsett;
und daß man Haydn, Bach und Koschat ehrte,
beweist man durch Gesang und am ... weiterlesen


Die Musik kommt

Nun zwängt, die sonst Musik die Töchter lehrte,
sich ins Schwarzseidene mit dem Krachkorsett;
und dass man Haydn, Bach und Koschat ehrte,
beweist man durch Gesang und am ... weiterlesen


An Peter Panter

Peter Panter, Mitarbeiter!
Steig doch auf die hohe Leiter!
Singe doch von aktuellen
Zeitgenossenzwischenfällen!

Laß die Liebe, laß die Damen
mit dem ... weiterlesen


Er verheiratet sie

Reicht mir den Kranz, reicht mir den Myrtenschleier!
Der Unschuld grünes Kränzlein tragt herbei!
So schick ich Clairen an Direktor Meyer - -
(Mitgift anbei).

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Berliner Kämpfe

Revolution? Aber kein Gedanke!
Es brodelt im Hexenkessel der Panke,
es hupen die Autos, es knattern die Flinten,
Demonstrationen vorne und hinten -
Tun sie auch so wie die ... weiterlesen


Das Persönliche

Schreib, schreib ...
Schreib von der Unsterblichkeit der Seele,
vom Liebesleben der Nordsee-Makrele;
schreib von der neuen Hauszinssteuer,
vom letzten großen Schadenfeuer;
... weiterlesen


Ihr

Sie malen heut expressionistisch
und streiten sich dabei herum,
ob realistisch - ob kubistisch ...
Mir scheint das alles heftig dumm.
Ich send Ihm als das einzig ... weiterlesen


Achtundvierzig

Siebzig Jahre ist das nun her.
Siebzig Jahre wiegen so schwer.
    Schwarz-rot-goldene Fahnen flatterten,
    Vater Wrangels Musketen knatterten -
... weiterlesen


Achtundvierzig

Siebzig Jahre ist das nun her.
Siebzig Jahre wiegen so schwer.
Schwarz-rot-goldene Fahnen flatterten,
Vater Wrangels Musketen knatterten -
Wofür?
... weiterlesen


Die Kronprinzenbühne

Sieh da, sieh da: am preuß`schen Hof
erblickt man einen Musenschwof.
Man spielt beim Sohn vom Vater
Theater.

Die kleine Zote, lieb und nett,
wird blank ... weiterlesen


Vorfrühling

Sieh da: nun ist der fette Dichter wieder
von seinem Winterschläfchen aufgewacht,
und er entlockt der Harfe heitre Lieder,
ti püng - die Winde wehn, der Himmel lacht.
... weiterlesen


Weihnachten

So steh ich nun vor deutschen Trümmern
und sing mir still mein Weihnachtslied.
Ich brauch mich nicht mehr drum zu kümmern,
was weit in aller Welt geschieht.
Die ist den ... weiterlesen


Berliner Liebe

Steht dir der Sinn nach Liebe in den Orten
Westend bis Köpenick:
Dann senk den Blick
und unterscheide im Objekte die drei Sorten:
Da gibt es Frauen mit den ... weiterlesen


Auftakt

Thalia stürzt sich in die Winterrobe
und macht sich bis zum Rückenwirbel bloß ...
Ab wirft sie ihren Schmoddergown - ick jloobe,
jetzt geht es los.

Das ... weiterlesen


Auftakt

Thalia stürzt sich in die Winterrobe
und macht sich bis zum Rückenwirbel bloß ...
Ab wirft sie ihren Schmoddergown – ick jloobe,
jetzt geht es los.

... weiterlesen


Sexuelle Aufklärung

Tritt ein, mein Sohn, in dieses Varieté!
Die heiligen Hallen füllt ein lieblich Odium
von Rauchtabak, Parfums und Eßbüfett.
Die blonde Emmy tänzelt auf das Podium,
... weiterlesen


Sexuelle Aufklärung

Tritt ein, mein Sohn, in dieses Varieté!
Die heiligen Hallen füllt ein lieblich Odium
von Rauchtabak, Parfums und Eßbüffé.
Die blonde Emmy tänzelt auf das Podium,
... weiterlesen


Frohe Erwartung

Vater Wrangel, jener alte gute
General von Anno Dazumal,
zog beim KIange einer Aufstands-Tute
aus Berlin, weil man es so befahl.
    Und sie drohten ihm sein ... weiterlesen


Spanische Krankheit?

Was schleicht durch alle kriegführenden Länder?
Welches Ding schleift die infizierten Gewänder
vom Schützengraben zur Residenz?
Wer hat es gesehn? Wer nennts? Wer ... weiterlesen


Das Heil von außen

Was wir bereits gestorben glaubten,
ist, hols der Teufel, wieder da:
die alten achselstückberaupten
Kommis der Militaria.

Das wandelt wie in alten Tagen,
... weiterlesen


Wenn die Igel in der Abendstunde

Wenn die Igel in der Abendstunde
still nach ihren Mäusen gehn,
hing auch ich verzückt an deinem Munde,
und es war um mich geschehn -
Anna Luise - !

Dein ... weiterlesen


Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
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Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
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Ach lege Deine Wange

Wenn ich mal wütend bin
Auf meinen Theo
Und er mir Szenen macht,
Weil ich mit Leo,
Wenn er dann `Dirne` schreit
Und wer weiß was spricht,
Wenn er mich gar ... weiterlesen


Ach leg Deine Wange

Wenn ich mal wütend bin
Auf meinen Theo
Und er mir Szenen macht,
Weil ich mit Leo,
Wenn er dann `Dirne` schreit
Und wer weiß was spricht,
Wenn er mich gar ... weiterlesen


Die Lösung

Wenn was nicht klappt, wenn was nicht klappt,
dann wird vor allem mal nicht berappt.
    Wir setzen frisch und munter
    die Löhne, die Löhne herunter ... weiterlesen


Ich ging im Walde...

Wie war das neulich eigentümlich!
Ich ging im Wald so für mich hin,
und alles, was durchaus nicht ziemlich,
drängt sich mir dauernd in den Sinn.

Da liegt, in ... weiterlesen


Confessio 1927

Wir Männer aus Berlin und Neukölln,
wir wissen leider nicht, was wir wölln.
Mal ...
Mal konzentrieren wir uns auf die eine,
spielen mit ihr: die oder keine,
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Kino

Wird Gustav, der Kommis, entlassen?
Seit einer halben Stunde weiß ichs nicht ...
Die greise Mutter löffelt, was sie kriegt,
aus dicken Untertassen.

Nun kommt der ... weiterlesen


Anna-Susanna

Wo ist der Schnee vom vergangenen Jahr,
Anna-Susanna?
Weißt du noch, was damals Mode war,
Anna-Susanna?
Die Literatur trug man vorne gerafft,
jede Woche gabs ein ... weiterlesen


Heinrich Zille

Zweeter Uffjang , vierta Hof
wohnen deine Leute;
Kinder quieken:` Na, so dof!`
jestern , morjn , heute.
Liebe, rach, eburt und Schiß...
Du hast jesacht , wies ... weiterlesen


Berliner Bälle

`Mit dir - mit dir - möchte ich mal sonntags angeln gehen -
Yes, Sir, that`s my baby!
Mit dir - mit dir - da denk ich mir das wunderschön! -
I wonder, where my baby is to night ... weiterlesen


Vaterländische Ritornelle

`Wer nimmt es mit mir auf in Ritornellen?
Im Vorrat hab ich noch sechs Pferdelasten.
Wer schönere weiß als ich, der mag sich stellen.`
Ligurisch.

Du bunter ... weiterlesen


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