Wie sagt man noch? Synonyme Wörter-Datenbank businessandmore.de

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Gedichte - Carl Spitteler

Mnemosyne

(Halbapollo)

Ach, das war ein schöner Morgen, wie ich keinen mehr erlebt!
Wie er mir in Traum und Wachen ewig vor die Seele schwebt!

Glänzend überm Hochgebirge ... weiterlesen


Schluß und Antithema

Aber auf der fernen Insel Tellus
Schmachtete indeß der junge Caesar,
Richtete den Blick zum Berge Coelum
Und beweinte sein gestrenges Schicksal.
Sich zum Trost am hohen ... weiterlesen


Blaues Ordensband

Als ich einst an einem Wildbach ging den Berg hinauf geschritten
Und, ein Marschlied vor mich summend, maß den Weg mit festen Tritten,
Sah an einer glatten Stange, noch vom Morgentau ... weiterlesen


Das Sterbefest

Als noch Saturn der Herr der Erde war,
Geschah das Sterben einmal nur im Jahr.
Nicht einsam litt der Mensch die Todesnot,
Es war ein feierlicher Völkertod.

Auf ... weiterlesen


C-Album

Am Abend nach dem Schöpfungstag, als die Natur entzückt
Betrachtete die junge Welt, vollendet und geschmückt,
Und Werkgeräte lagen noch und Farben ohne Zahl
Ringsum am Boden ... weiterlesen


Die jodelnden Schildwachen

Am Ütliberg im Züribiet,
Da steht ein Pulverturm im Riet;
Herr Pestalozzi, der Major,
Pflanzte drei Mann als Wacht davor.

`Hier bleibt ihr stehn, ihr ... weiterlesen


Die drei Rekruten

Bei strömendem Regen im Biwuak
Kampierten drei müde Rekruten.
Sie legten den Kopf auf den Mantelsack
Und zogen den Hals in die Kutten

Der Regen rauschte, sie ... weiterlesen


Pfauenauge

Blutbuchen liegen überm Gartensims.
Matt schläft die Luft, das Bächlein schlendert kraftlos.

Die Wetterwand mit silberweißem Saum
Halbiert den blauen Glanz des reinen ... weiterlesen


Vorwort

Das Herz vergnügt, die Hände voll,
Wollt` ich zu Markt spazieren.
- Da schnarcht` ein kritischer Scholarch am Zoll: -
`Haben Sie nichts zu deklarieren?`

Ein Wink ... weiterlesen


Sibylle

Das ist der Tag, der mir mein Glück gebracht:

Wir schritten durch die schwarze Tannennacht.
Da war kein Pfad, kein Laut, kein Sonnenlicht
Als dein herzinnig ... weiterlesen


Lucille

Das Leben eines Schmetterlings währt siebzig,
Wenn`s hoch kommt, achtzig Tage.
Wohl eine kurze Frist!
Doch eine andre Summenzahl ergibt sich,
Wenn man ermißt,
Wie ... weiterlesen


Die Engel

Das Schiff ging seinen steten Gang,
das Meer war weit, der Tag war lang.
Ich lag im dumpfen Kämmerlein,
da kam ein Traum zu mir herein.
***
Mir war, ich stände ... weiterlesen


Die Glockenjungfern

Die Glockenjungfern schwingen
Sich hoch vom Turm und singen
Ein Morgenjubellied im Chor.
Kein Engelmund tönt reiner,

Je ferner, desto feiner,
Und niemals ... weiterlesen


Distelfalter

Ein Brücklein überspringt die hohen Gartenmauern,
Und aus dem Brücklein überwuchern Hängeblumen,

Drunten im kühlen, mitternächt`gen Straßendurchgang
Blitzen, das ... weiterlesen


Der Flösser

Ein Flößerjunge trieb zur Stadt flußabwärts mit dem Floß,
Das Floß zog durch den finstern Wald mit Tannen schlank und groß

In einer stillen Seitenbucht sah er der ... weiterlesen


Der Gotenknecht

Ein Gotenknecht im Apfelbaum
Träumt einen jungen Wandertraum.
Er hält das Bild der Kaiserin
Und schaut zum Waldgebirge hin.

Dort, wo am duftgen Horizont
... weiterlesen


Der Wanderer

Flaumflocken flüstern vom Himmel leis.
Ein Wandrer steigt über Firn und Eis.
Die Schneefrau folgt ihm mit tückischem Schritt:
»Halt stille, mein Lieber, und nimm mich mit!
... weiterlesen


Proserpina

Gestern, als ich auf dem hohen Viadukt
Übersah das weiche Baumtal durch den Nebel,

Flog ein Falter an mein Ohr und winkte mir:

`Gelt! es ist doch groß und ... weiterlesen


Thema

Großes Leiden litt einmal ein Dichter:
Festgesetzt in mitten zweier Jungfraun
(Holder Jungfraun schön mit vielen Locken)
Duldet` er ein Schmeichelabendessen
Welches ihm ... weiterlesen


Die beiden Züge

Horch, welch ein Jubel, welch ein Glockenhall!
Die Straße braust von Menschenwogenschwall.
Das ist ein Drängen, Wimmeln und Gewühl,
Begeistrungshungrig und ... weiterlesen


Thema (VII)

Hör` ich, wie aus abertausend Kehlen
Singt und klingt zu Gott der Preis der Schöpfung,
Muß ich immer der Geschichte denken,
Die ich einst erlebt in einer Hauptstadt:
... weiterlesen


Seidenspinner

Ich maß den Berg mit meinem Blick und sprach:
                        `Ich werd`s erreichen!`
Dann faßt` ich einen heiligen ... weiterlesen


Hera (Hexe)

Im Steinbruch jeden schönen Tag
                    zur Sommerszeit ist Karneval.
Da halten rotgescheckte Narrn
    ... weiterlesen


Die Sängerin

Im Traume wars. Ein Pilgerschwarm
Von Männern und von Frauen zog
Durch meine Heimat Hand in Hand,
Lobsingend einen süßen Psalm.
Im letzten Gliede schreitend folgt
... weiterlesen


Thema (V)

In den Zeiten, als der Weltraum jung war
Und die Jahre keck und rosenwangig
Spielten Kreisel in den Glockenthürmen,
War durch keinen Graben noch geschieden
Von der ... weiterlesen


Pfauenauge

In einem schwülen Lande ein kühler Gasthof stand,
Da nahm die Morgensonne den Eimer in die Hand,

Den reinen goldnen Eimer von luft`gen Fluten schwer,
Und goß erhobnen ... weiterlesen


Die Blütenfee

Maien auf den Bäumen, Sträußchen in dem Hag.
Nach der Schmiede reitet Janko früh am Tag.
Blütenschneegestöber segnet seine Fahrt,
Lilien trägt des Rößleins Mähne, ... weiterlesen


Mariposa

Mir träumt`, ich sähe dich auf einer Wiese schreitend,
Von Glanz verklärt, und Purpurfalter um dich reitend,
Und all dein Wesen war so seelengut und rein;
Das schien wie ... weiterlesen


Der Sturm

Mir war, als schlichen sie, die alten Kameraden,
Am Abend aus dem Urwald insgeheim,
Machten mir Zeichen durch die Palisaden
Und zischelten: `Komm heim.`
Mit Weib und ... weiterlesen


Der Polyp

Mir war, ich triebe durch den Ozean,
Allein, in einem schlecht gebauten Kahn.
Da schwamm von Osten wimmelnd übers Meer
Ein tausendfüßiger Polyp daher.

Und jeder ... weiterlesen


Der Vater

Mit einem Trupp entschlossener Gesellen
Entwich im Traum ich heimlich übers Weltmeer.
In finstrer Nacht erreichten wir die Heimat.
Die einen hielten mit gespannter Büchse
... weiterlesen


Thema (II)

Schöne Welt, du hehre Gottesjungfrau!
Was durcheilst du also unaufhaltsam
Ohne Rast und Ruh die ewgen Räume?
Klebt ein Fluch an deinen weißen Sohlen?
Oder stachelt dich ... weiterlesen


Das Postmaidlein

Stapft ein Maidlein auf die Lützelalp,
Flink und frei und sauber allenthalb.
Bar der Scheitel, Füß und Waden nackt
Und die Ärmchen mit der Post bepackt.
Senngehöfte ... weiterlesen


Trauermantel

Traurig am trüben Tage saß ich und dachte zurück
Über viel kalte Winter nach einem warmen Glück.

Und während meiner Trübsal auf meine Schulter sank
Ein armer ... weiterlesen


Mythus

Wanderten im wüsten Feld drei Wandrer,
Krank und matt vom gränzenlosen Wege,
Schleppend schleiften sie die langen Stöcke
Und die Kleider waren weiß vom Staube.
Sprach ... weiterlesen


Thema (III)

Wenn ich dich mit deinem Seelenantlitz,
Mensch, du jüngstes Schmerzenskind der Schöpfung,
Wenn ich schaue deine hohe Haltung,
Deine stolze Stirn, gekrönt vom Willen
Und ... weiterlesen


Thema (VI)

Wenn ich lese wie die Al-Chemisten
Allerneusten hochgelehrten Datums
Die Verschiedenheit des Stoffs bestreiten
Und das Dasein des besondern Wesens
Einzig suchen in den ... weiterlesen


Der Millionär

`Hier möcht ich wohnen!` rief ein Millionär
Und brachte seine Familie her.
Ein freies Aussichtplätzchen sucht er aus
Und baute sich ein pompejanisch Haus.

Die ... weiterlesen


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